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StartseiteAtelier neuer Musik"Sind noch Lieder zu singen ...?"08.07.2017

Dieter Schnebel erneuert das Kunstlied"Sind noch Lieder zu singen ...?"

Eine junge Frau am Flügel: Sie tremoliert, schreit, stampft, singt – und spielt dazu rasante Akkorde und vertrackte Rhythmen. Ganz anders die Sängerin in knallroter Corsage, die ein Schlagzeuger accompagniert. Sie lästert, empört sich, wird schließlich vulgär. Was ist im 21. Jahrhundert aus dem Kunstlied geworden?

Von Gisela Nauck

Der Komponist Dieter Schnebel bei der Verleihung des Deutschen Musikautorenpreises 2012 in Berlin (dpa / picture alliance / Britta Pedersen)
Gibt Impulse für das Kunstlied: der Komponist Dieter Schnebel (dpa / picture alliance / Britta Pedersen)

Im aktuellen Spätwerk des heute 87-jährigen Berliner Komponisten Dieter Schnebel finden sich zwei größere Gesangszyklen, die die Gattung des Kunstliedes erneuern. Es handelt sich um Versuche über die Liebe. Konkret sind das die Miniaturen "Liebe-Leid" für Frauenstimme und Klavier sowie "Yes I will Yes", eine Vertonung  des Schlussmonologs aus James Joyces "Ulysses" für Stimme, Schlagzeug und Tape.

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