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StartseiteSport am Wochenende"Er hat das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte"05.04.2020

Dietmar Hopps Fernsehauftritt"Er hat das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte"

Dietmar Hopp steht für viele Fans für die Kommerzialisierung des Fußballs. Sein jüngstes Videostatement im ZDF-Sportstudio erhitzt die Gemüter jetzt erneut. Sportjournalist Oliver Fritsch kritisiert im Dlf nicht nur das Timing von Hopps Aussagen.

Oliver Fritsch im Gespräch mit Marina Schweizer

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Der Mäzen des Fußballvereins TSG Hoffenheim Dietmar Hopp steht auf einer Tribüne (imago images / ActionPictures)
Der Mäzen der TSG Hoffenheim, Dietmar Hopp, wird von vielen Fußballfans kritisch gesehen (imago images / ActionPictures)
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Der Mäzen der TSG Hoffenheim, Dietmar Hopp, sagt in dem Videostatement im ZDF unter anderem: "Mich zum Gesicht für den Kommerz zu machen, ist wirklich nicht nachvollziehbar." Die Hetze gegen ihn sei "perfekt inszeniert" worden. Er wolle die Angelegenheit aber vergessen, wenn sie von nun an Geschichte sei.

Oliver Fritsch, Sportredakteur bei Zeit Online, glaubt, dass Hopp sich mit dem Auftritt im ZDF-Sportstudio keinen Gefallen getan hat. Es gebe momentan keine Bereitschaft, die Debatte zu führen, so Fritsch: "Ich glaube, er hat eher das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte." Die Hopp-Diskussion passe im Moment nicht, findet Fritsch: "Wir haben andere Sorgen in diesem Land und auch der Fußball, der gerade stillsteht, hat andere Sorgen."

Hopps Hinweise darauf, seine Firma werde in der Coronakrise möglicherweise bis Herbst einen Impfstoff finden, werde als durchschaubare Strategie wahrgenommen, so Fritsch. Gleichzeitig seien auch viele Ultra-Gruppierungen in der Coronakrise aktiv - beispielsweise mit Einkaufsdiensten für Risikogruppen. Deshalb seien Hopps Äußerungen unpassend: "Das ist nicht ein Dialog auf Augenhöhe. Das ist schade."

Hopps Aussage zu einem Impfstoff seien auch deshalb problematisch, weil er diese Hoffnung nach Einschätzung vieler Experten nicht erfüllen könne. "Man sollte insbesondere in solchen Zeiten, wo es so viel Angst gibt in unserer Gesellschaft, keine falschen Hoffnungen wecken", sagt Fritsch.

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