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Digitalpakt"Guter Unterricht kann profitieren"

Malen im Unterricht an einer digitalen interaktiven Tafel in Marktoberdorf, Deutschland am 08.03.2016 (imago / Action Pictures)
Malen im Unterricht an einer digitalen interaktiven Tafel (imago / Action Pictures)

Der Deutsche Lehrerverband kritisiert den Streit zwischen Bund und Ländern um den Digitalpakt für die Schulen. Der Vorsitzende Meidinger sagte im Dlf, für den Unterricht brauche man eine bessere Computerausstattung und vor allem schnellere Internetanschlüse.

Der Lehrerverbandschef betonte, der Digitalpakt sei schon vor über zwei Jahren versprochen worden. Da es um eine Änderung des Grundgesetzes gehe, hätte man erwarten dürfen, dass Bund und Länder sich vorher abstimmten. Hier scheine einiges schiefgelaufen zu sein.

Meidinger betonte, der Lehrerverband sei nicht dagegen, dass der Bund sich an der Finanzierung der Schulen beteilige, etwa bei Sachkosten. Der Bundestag habe aber deutlich weitergehende Beschlüsse gefasst und die Länder überrumpelt. Verständnis zeigte Medinger für die Befürchtung, dass an den Grundfesten des Bildungsföderalismus gerüttelt werde.

Die Ministerpräsidenten der Länder kommen heute Vormittag zusammen, um weiter über den Digitalpakt zu beraten. Es geht um eine Ko-Finanzierung der digitalen Ausstattung der Schulen durch Bund und Länder. Vier Bundesländer haben sich inzwischen dagegen ausgesprochen, das Grundgesetz so zu ändern, wie es der Bundestag bereits beschlossen hat. Aus ihrer Sicht greift der Bund damit zu stark in die Bildungshoheit der Länder ein.