Gas- und StrommarktDiscounter im Visier der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur geht nach einem "Spiegel"-Bericht dem Verdacht nach, dass Billiganbieter Gas und Strom gewinnbringend an Großhändler verkauft haben, anstatt ihre eigenen Endkunden zu beliefern.

15.01.2022

Heizungsthermostat in der Wohnung
Billiganbieter sollen Gas und Strom an Großhändler verkauft haben, anstatt ihre eigenen Endkunden zu beliefern. (picture alliance / Zoonar | stockfotos-mg)
Dieser Verdacht sei von Marktteilnehmern geäußert worden, heißt es. Dabei gehe es um die Firmen Stromio, Grünwelt und Gas.de, die hunderttausenden Kunden gekündigt hätten. Zudem laufe derzeit eine Prüfung der Eigentümerin der Anbieter, der Callax Holding GmbH, gemäß Geldwäschegesetz. Die Holding soll zwischen 2014 und 2019 mehr als 300 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet haben. Dem Bericht zufolge gibt es Zweifel an den Besitzverhältnissen.
Ende Dezember hatte unter anderem der Stromanbieter Stromio ohne Vorwarnung die Lieferung eingestellt. Das Unternehmen erklärte auf seiner Internetseite, man sei seit einigen Wochen mit einer nie dagewesenen Preisexplosion an den europäischen Energiehandelsplätzen konfrontiert.
Diese Nachricht wurde am 15.01.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.