Samstag, 04. Dezember 2021

Ampel-PläneDIW mahnt Vorschläge zur Finanzierung an

Nach Einschätzung des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Fratzscher, sind die Pläne der Ampelkoalition zum Bundeshaushalt und zur Rente nicht solide finanziert.

26.11.2021

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Institutes fur Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher (imago images / IPON)
Der Koalitionsvertrag löse den Widerspruch von Steuersenkungen, Einhaltung der Schuldenbremse und höheren Staatsausgaben nicht nur nicht auf, sondern verschärfe ihn, sagte Fratzscher der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf. Der Vertrag enthalte keine Vorschläge, die zur Finanzierung der enormen Zukunftsvorhaben ausreichen würden. Dies gelte auch für die Finanzierung der Sozialsysteme. Hier sollte die Koalition in den kommenden Monaten nachbessern.
Das Bündnis aus SPD, Grünen und FDP will die Schuldenbremse ab 2023 wieder einhalten. Bei der Altersversorgung verzichtet die Koalition auf Rentenkürzungen und ein höheres Renteneintrittsalter.
Diese Nachricht wurde am 26.11.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.