Montag, 30. Januar 2023

Axel Springer Verlag
Döpfner: "Bild", "Welt" und andere Titel wird es absehbar nicht mehr als gedruckte Zeitung geben

Der Medienkonzern Springer wird in absehbarer Zeit keine gedruckten Zeitungen mehr verlegen. Der Vorstandsvorsitzende Döpfner sagte der dpa, es sei völlig klar, dass es die "Bild", die "Welt" und alle anderen Titel bald nicht mehr auf Papier geben werde.

23.01.2023

    Mathias Döpfner an einem Rednerpult.
    Mathias Döpfner . (picture alliance/dpa/Kay Nietfeld)
    Im Haus Axel Springer würden vielleicht allenfalls noch Sondereditionen herausgeben. Das Digitalgeschäft habe im vorigen Jahr bereits 85 Prozent des Umsatzes und mehr als 95 Prozent des Gewinns beigesteuert.

    Neuer Schwerpunkt: USA

    Zudem kündigte Döpfner weitere Sparmaßnahmen bei "Bild" und "Welt" an. Man werde definitiv "Personalumschichtungen" vornehmen. An der einen Stelle werde es weniger, an der anderen mehr geben. Das bedeutet dann auch die Entlassung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Details nannte er nicht.
    In den USA hingegen will der Springer-Verlag spürbar wachsen. Man habe die journalistische Belegschaft dort in den vergangenen 15 Monaten um 400 aufgestockt. Auf die Frage, wo das Berliner Unternehmen in fünf Jahren stehen werde, sagte der Springer-Chef: "Von Platz 4 kann man auf 3, von 3 auf 2, vielleicht sogar eines Tages von 2 auf 1. Unmöglich ist das nicht."
    Diese Nachricht wurde am 23.01.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.