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StartseiteSport AktuellPersonelle Konsequenzen nach ARD-Enthüllungen11.12.2014

Doping in RusslandPersonelle Konsequenzen nach ARD-Enthüllungen

Eine Woche nach der ARD-Dokumentation über systematisches, staatlich unterstütztes Doping und Korruption im russischen Sport hat es erste personelle Konsequenzen gegeben. Valentin Balachnitschew, Schatzmeister des Welt-Leichtathletikverbandes IAAF, ist vorläufig zurückgetreten.

Von Andrea Schültke

Eine Doping-Kontrollstation am Biathlon-Center in Krasnaja Poljana während der Olympischen Spiele von Sotschi. (picture alliance / dpa - Hendrik Schmidt)
Freikaufen von Doping-Tests scheint in Russland möglich. Zu diesen Erkenntnissen kommt Hajo Seppelt in seiner Dokumentation. (picture alliance / dpa - Hendrik Schmidt)
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"Die IAAF begrüßt den vorübergehenden Rückzug von Valentin Balachnitschew vom Amt des Schatzmeisters", schreibt der Weltverband auf seiner Internetseite. Außerdem bestätigt die IAAF, dass auch Papa Massata Diack seine Aufgaben vorläufig ruhen lässt.

Papa Diack ist der Sohn von Weltverbandspräsident Lamine Diack und war als Marketing-Berater für die IAAF tätig. Sowohl Diack Junior als auch Valentin Balachnitschew sind nach den Recherchen der ARD-Dokumentation in dubiose Finanzpraktiken verwickelt, bei denen es um Bestechung und das Vertuschen auffälliger Blutwerte ging. Valentin Balachnitschew ist gleichzeitig Präsident des russischen Leichtathletik-Verbandes.

Schwere Zeiten für die Leichtathletik

In der russischen Nachrichtenagentur TASS kündigte er an, er wolle nach dem Ende der Untersuchung auf seinen Posten bei der IAAF zurückkehren. Die beiden ehemaligen Leichtathleten Sebastian Coe und Sergej Bubka zeigten sich von den Enthüllungen schockiert. Beide stellen sich im kommenden Jahr zur Wahl um das Amt des IAAF Präsidenten. Coe sprach von sehr, sehr schweren Zeiten für seine Sportart.

Kurz nach dem Bekanntwerden der Doping- Korruptions- und Vertuschungsvorwürfe vor einer Woche hatte der Weltleichtathletikverband eine Untersuchung durch seine Ethik Kommission angekündigt. Auch die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada ermittelt.

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