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DopingbekämpfungDesignierter WADA-Chef will Geheimdienste nutzen

Das Bild zeigt Witold Banka seitlichj vor einem dunklen Hintergrund. Er spricht in ein Mikrofon. (imago stock&people / Pacific Press Agency)
Der polnische Sportminister Witold Banka (imago stock&people / Pacific Press Agency)

Im Kampf gegen Doping will die Welt-Antidoping-Agentur verstärkt mit Geheimdiensten zusammenarbeiten.

"Unglücklicherweise sind Doper sehr innovativ", sagte der designierte WADA-Präsident Witold Banka der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Wir sollten dafür sorgen, dass die Doping-Bekämpfer genauso innovativ sind und über Mittel für die Umsetzung dieses Ziels verfügen. Ohne Geld, ohne Ermittlungen und ohne Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten geht das nicht. Ohne all das kriegen wir die Betrüger nicht." Zuletzt war die "Operation Viribus", eine konzertierte Aktion von Polizeibehörden aus 33 Ländern, als großer Fahndungserfolg gegen die organisierte Doping-Kriminalität bewertet worden. Die Ermittlungen zielten allerdings eher auf den Freizeitsport, die WADA war an der Vorbereitung der Anti-Doping-Razzia in Europa, den USA und Kolumbien beteiligt. "Doping-Bekämpfung heutzutage bedeutet nicht allein Kontrollen und Proben. Wir brauchen verdeckte Ermittlungen und Experten dafür", sagte Banka.

Der derzeit noch als polnischer Sportminister aktive Banka soll auf der Konferenz der Welt-Anti-Doping-Agentur Anfang November den WADA-Vorsitz von Craig Reedie übernehmen.