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DopingverdachtBritischer Sprintstaffel droht Aberkennung von Olympia-Silber

Großbritanniens Silbermedaillengewinner Chijindu Ujah, Zharnel, Richard Kilty und Hughes Nethaneel Mitchell-Blake bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.  (dpa/ Wire / Martin Rickett)
Großbritanniens Silbermedaillengewinner Chijindu Ujah, Zharnel, Richard Kilty und Hughes Nethaneel Mitchell-Blake bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. (dpa/ Wire / Martin Rickett)

Der britischen 4x100-Meter-Staffel der Männer droht wegen eines Dopingfalles die Aberkennung der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio.

Wie die International Testing Agency (Ita) mitteilte, bestätigte die B-Probe den Dopingverdacht bei Sprinter Chijindu Ujah. Der 27-jährige Leichtathlet war positiv auf zwei Substanzen getestet worden, die in ihrer Wirkung anabolen und androgenen Steroiden ähneln. Der Fall wurde an den Court of Arbitration for Sport (Cas) weitergeleitet, der nun über die Aberkennung der Silbermedaille entscheiden soll. Anschließend wird der Fall an die Athletics Integrity Unit des Leichtathletik-Weltverbandes übergeben, die eine Sperre für Ujah verhängen kann.

Der Sprinter selbst hatte ein Dopingvergehen bestritten und die Öffnung der B-Probe beantragt. Ujah ist vorläufig gesperrt. Bei einer nachträglichen Disqualifikation der Sprintstaffel würde Kanada auf den Silberrang hinter Italien rücken und China Bronze bekommen. Das deutsche Quartett wäre dann Fünfter statt Sechster.