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StartseiteSport am Wochenende"Absurdes Dementi"25.06.2017

Dopingvorwürfe gegen russische Fußballspieler"Absurdes Dementi"

Fünf Spieler des russischen Confed-Cup-Kaders sollen der britischen Zeitung "Mail on Sunday" zufolge in den Skandal um Staatsdoping verstrickt sein. Das reflexartige Dementi von Vize-Premierminister Witali Mutko sei faktisch falsch, sagte DLF-Sportredakteur Matthias Friebe. Er könne sich jedoch vorstellen, dass es mit diesen Dementis "genau so weiter geht".

Matthias Friebe im Gespräch mit Andrea Schültke

Nachaufnahme aus der Begegnung Portugal gegen Russland beim Confed Cup 2017 in Russland. (imago)
Stolpern russische Fußballspieler beim Confed Cup über Doping-Vorwürfe? (imago)
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Das komplette russische Fußballteam von der WM 2014 soll nach Informationen der britischen Zeitung "Mail on Sunday" in den Skandal um Staatsdoping verstrickt sein - darunter auch fünf Spieler des aktuellen russischen Confed-Cup-Teams, das bereits aus dem Wettbewerb ausgeschieden ist.

Vize-Premierminister Witali Mutko, der zugleich auch Chef des russischen Fußballverbandes ist, reagierte mit einem umfassenden Dementi: "Im Fußball gab es nie Doping und wird es nie Doping geben." Eine "absurde" Behauptung, so Matthias Friebe, der für den DLF den Confed Cup vor Ort begleitet: In der Vergangenheit seien russische Spieler nachweislich wegen Dopings gesperrt worden. 

"Wenig zu befürchten"

Trotzdem gehe er davon aus, dass diese Dementis als Strategie weiter so oder so ähnlich gefahren werden, sagte Matthias Friebe in der Sendung Sport am Sonntag. Von der FIFA habe der Confed-Cup-Gastgeber seiner Einschätzung nach "wenig zu befürchten": Der Weltverband könne es sich nicht leisten, allzu große Konsequenzen zu ziehen - so kurz vor der Weltmeisterschaft, die nächstes Jahr ebenfalls in Russland stattfinden soll. Man müsse daher jetzt nach Bewesen suchen für die Behauptungen der britischen Zeitung "Mail on Sunday". 

Die FIFA teilte indes mit, dass es Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur gegen Fußballer aus Russland gebe. Namen nannte der Weltverband wegen seiner laufenden Untersuchungen allerdings keine.

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