Montag, 26. September 2022

Luftfahrt
Dreistellige Millionenstrafe gegen Boeing verhängt

Der US-Flugzeughersteller Boeing muss wegen mutwilliger Täuschung der Öffentlichkeit eine Geldbuße von 200 Millionen Dollar zahlen.

23.09.2022

    Rettungskräfte arbeiten 2019 an der Absturzstelle des Fluges 302 der Ethiopian Airlines in der Nähe von Bishoftu, südlich von Addis Abeba.
    Nach dem zweiten Absturz einer Boeing 737 Max südlich von Addis Abeba im Jahr 2019 wurden die Flüge mit diesem Typ zeitweise eingestellt. (dpa-Bildfunk / AP / Mulugeta Ayene)
    Mehr als drei Jahre nach zwei Abstürzen von Flugzeugen des Typs Boeing 737 Max mit hunderten Toten hat die US-Börsenaufsicht SEC diese Geldbuße verhängt. Boeing habe "fahrlässig" gegen die Betrugsbekämpfungsvorschriften der US-Wertpapiergesetze verstoßen, hieß es. Boeing habe nicht ordnungsgemäß über die technischen Mängel informiert sondern, "Profite über Menschenleben" gestellt, erklärte die SEC weiter. Der Flugzeugbauer stimmte der Zahlung der Geldbuße zu, um das Verfahren zu beenden.
    Bei den Abstürzen von Boeing-737-Max-Maschinen der indonesischen Fluglinie Lion Air im Oktober 2018 und der Ethiopian Airlines im März 2019 waren insgesamt 346 Menschen gestorben.
    Diese Nachricht wurde am 23.09.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.