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StartseiteLebenszeitDrogenabhängig28.06.2013

Drogenabhängig

Medikamentensucht im Alter

Plötzlich ist die Oma so teilnahmslos geworden, freut sich nicht mehr über Dinge, die ihr früher wichtig waren, und sie vergisst auch immer mehr. Das erschüttert die Angehörigen, sie schreiben es dem Alter zu und befürchten vielleicht eine beginnende Demenz.

Eine Sendung von Dörte Hinrichs und Daniela Wiesler (Moderation)

Medikamenten- missbrauch bei Senioren bleibt häufig unentdeckt und unbehandelt. (picture alliance / dpa / Matthias Hiekel)
Medikamenten- missbrauch bei Senioren bleibt häufig unentdeckt und unbehandelt. (picture alliance / dpa / Matthias Hiekel)
<p>Doch die Ursachen können ganz andere sein: Mindestens eine Million Menschen im Rentenalter sind tablettenabhängig in Deutschland. Bei den einen passiert es schleichend und geht dann über Jahrzehnte, bei den anderen häufen sich im Alter die Beschwerden - und die eingenommenen Medikamente: Schlaftabletten, Beruhigungstabletten, Schmerztabletten versprechen zumindest kurzfristig Erlösung von Schlafstörungen, Ängsten und Unruhe. Langfristig machen viele abhängig und die Symptome kehren oft zurück. Doch der Medikamentenmissbrauch bleibt häufig unentdeckt und unbehandelt. Dabei sinkt die Lebensqualität der Betroffenen rapide und viele Angehörigen sind ahnungslos. Auch in Pflegeheimen bleibt das Problem oft unerkannt.<br /><br />Warum sind so viele ältere Menschen von Medikamentensucht betroffen? Welche präventiven Maßnahmen gibt es? Und welche Wege führen heraus aus der Sucht? Darüber diskutieren wir mit ExpertInnen und auch ihre Fragen und Erfahrungen sind willkommen. Rufen Sie uns an, wie immer kostenfrei an oder schreiben Sie eine E-Mail:<br /><br />Tel: 00 800 4464 4464 <br />Fax: 00 800 4464 4465<br />E-Mail: <papaya:link href="mailto:lebenszeit@dradio.de" text="lebenszeit@dradio.de" title="lebenszeit@dradio.de" target="_blank" /> <br /><br /><strong>Studiogäste:</strong><br /><li>Prof. Michael Klein, Suchtforscher, Katholische Fachhochschule Köln<br /><li>Annette Richert, Oberärztin, Gerontopsychiatrie, Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe (Berlin)<br /><li>Dr. Rüdiger Holzbach, Chefarzt der Abteilung Suchtmedizin der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein<br /><br /><strong>Link- und Literaturtipps:</strong><br /><li><papaya:link href="http:www.dhs.de" text="Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen" title="" target="_blank" /><br /><li><papaya:link href="http:www.lwl.org/klinik_warstein_bilder/pdf/Flyer_Medikamente.pdf" text="Akutbehandlung bei Störungen durch Medikamente Abteilung Suchtmedizin LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt" title="" target="_blank" /><br /><li><papaya:link href="http:www.lwl.org/LWL/Gesundheit/psychiatrieverbund/K/lwl_klinik_lippstadt/ueber_uns/Medizinische_Abteilungen_Stationen/SW" text="LWL-Klinik Suchtmedizin" title="" target="_blank" /><br /><li><papaya:link href="http:www.berlin-suchtpraevention.de/News-c1-l1-k34-206.html" text="Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin, Fachtagung &quot;Sucht im Alter&quot;" title="" target="_blank" /> <br /><li>Hannes Grassegger: "Omas kleine schlimme Helfer". In: Süddeutsche Zeitung Magazin, 19.10.2012</p>

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