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StartseiteDas FeaturePsycholyse17.07.2018

Drogensumpf versus PsychotherapiePsycholyse

Schon seit Jahrhunderten versucht man, psychische Störungen mit bewusstseinsverändernden Substanzen zu behandeln. Weil die Stoffe verboten sind, findet Forschung dazu kaum statt. Im Verborgenen experimentieren Fachleute und Laien trotzdem - und setzen ihre Patienten großen Risiken aus.

Von Dorothea Brummerloh

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Viele bunte Pillen auf weißem Grund. (imago / Julia Pfeifer)
Wie genau ein LSD-Rausch sich auswirkt, kommt auf die Person an (imago / Julia Pfeifer)
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Die Heilung mit bewusstseinsverändernden Substanzen ist eine uralte Behandlungsmethode, die bis heute von Naturvölkern praktiziert wird. Nach der Entdeckung des LSD fanden solche Stoffe auch Einzug in der Psychotherapie.

Mit dem Verbot der Halluzinogene gab man die psychedelische Psychotherapie - die Psycholyse - wieder auf.
Heute existiert sie im Untergrund und verspricht, mit Hilfe von Ecstasy, LSD und Co., tiefe Schichten des Unterbewussten zu erreichen.

Für labile Menschen kann es gefährlich werden

Was Ärzte, Psychologe und angelernte Laien da im Verborgenen praktizieren, kann für labile Menschen gefährlich werden. Probleme zu verdrängen ist ein Schutzmechanismus des Gehirns, der durch die Drogen aufgelöst wird und zu Psychosen führen kann. Außerdem können die illegalen Substanzen kaum dosiert werden. In Berlin bezahlten zwei Menschen den Leichtsinn mit ihrem Leben.

Obwohl in Amerika Studien zur Wirksamkeit drogengestützter Psychotherapie durchgeführt werden, bleibt die Psycholyse in Deutschland verboten. Zu Recht, meinen nicht nur Psycholyse-Opfer, die die Trockenlegung des Drogensumpfes fordern.

Psycholyse
Drogensumpf versus Psychotherapie
Von Dorothea Brummerloh

Regie: Fabian von Freier
Redaktion: Ulrike Bajohr
Produktion: Dlf 2018

Dorothea Brummerloh hat Agrarwissenschaften studiert und eine Krankenschwesternlehre gemacht. Heute arbeitet sie als freie Hörfunkjournalistin vor allem zu den Themen Medizin und Gesundheit.

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