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StartseiteZur DiskussionMit dem Klimawandel leben?01.08.2018

Dürre in DeutschlandMit dem Klimawandel leben?

An Warnungen fehlte es nicht. In Sommer 2018 aber sind die Vorboten des Klimawandels in Deutschland angekommen. Wegen der Dürre fordern Landwirte staatliche Hilfen. Die Feuerwehren schlagen Alarm, aufgrund der Waldbrandgefahr verlangen sie eine bessere Ausstattung. Die Grünen fordern einen "neuen Klimarealismus".

Diskussionsleitung: Britta Fecke

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Man sieht einen Traktor als schwarze Silhouette und die nachfolgende Staubwolke im Gegenlicht. Durch die Wolken scheinen Sonnenstrahlen.  (dpa-Zentralbild / Patrick Pleul)
Ein Landwirt bearbeitet einen trockenen Acker in Sieversdorf im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg und wirbelt dabei viel Staub auf, aufgenommen am 28.5. 2015. (dpa-Zentralbild / Patrick Pleul)
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Auch wenn es nicht zu spät ist, um die Erderwärmung wenigstens noch zu bremsen - unsere Gesellschaft wird mit den Folgen leben, sich dem Klimawandel anpassen müssen. 

Es diskutieren:

  • Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt, Energie
  • Oliver Krischer, Bundestagsabgeordneter Bündnis 90/Die Grünen
  • Albert Stegemann, Bundestagsabgeordneter der CDU
  • Özden Terli, ZDF-Meteorologe

Deutschland sei im Klimaschutz inzwischen zurückgefallen, kritisierte Oliver Krischer, Grüne, - obwohl es vor ein paar Jahren einmal Vorreiter gewesen sei:  "Dass Deutschland da an der Spitze der Bewegung steht, unter Angela Merkel, das war vielleicht einmal." Die Welt habe diesen Rückschritt inzwischen auch bemerkt.

"Der erste Schritt zur Besserung wäre, das anzuerkennen und zu sagen: Wir brauchen eine viel engagiertere Politik", betonte der Grünen-Politiker. Er forderte ein Klimaministerium, das die notwendigen Koordinationen durchführe. Beispielhaft nannte er eine Infrastruktur für Elektro-Autos, "die darauf ausgerichtet ist, dass man einfach von A nach B fahren kann, ohne zu stranden".

Albert Stegemann, CDU, hob die Rolle eines jeden Einzelnen hervor: "Jeder von uns, auch jeder Bürger, muss dort, wo er kann, auch tatsächlich lebenseinschneidende Veränderungen vornehmen, um dem Klimawandel entgegen zu wirken." Niemand könne aus der Verantwortung herausgenommen werden.

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