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Duisburg und BerlinErneut Bombendrohung gegen Moscheen

Eine europäische, eine deutsche und eine türkische Fahne (l-r) wehen am Freitag (10.09.2010) vor der Merkez-Moschee in Duisburg vor dem Beginn des Freitagsgebets. Die Debatte um die geplante Koran-Verbrennung in Florida hat die Feiertagsruhe der Muslime zum Ende des Ramadans gestört. (dpa / picture alliance / Oliver Berg)
Die Merkez-Moschee der Ditib in Duisburg. (dpa / picture alliance / Oliver Berg)

In Duisburg hat es erneut eine Bombendrohung gegen die dortige Ditib-Moschee gegeben.

Sie ging nach Polizeiangaben per E-Mail beim Vorstand der Moschee ein. Das Gebäude wurde geräumt und durchsucht. Nach drei Stunden gab die Polizei Entwarnung, und das Freitagsgebet konnte stattfinden. Über die Täter ist bislang nichts bekannt. Gegen die Moschee hatte es bereits im Juli eine Bombendrohung gegeben. Damals war das Schreiben mit "Combat 18" unterzeichnet worden. Das ist der Name einer militanten neonazistischen Organisation.

Einem Medienbericht zufolge erhielt auch der Vorstand der Berliner Şehitlik-Moschee eine Bombendrohung. Die Polizei teilte nach Angaben des Online-Magazins "Islamiq" mit, der Vorfall sei nicht ernst zu nehmen. Die Moschee sei abgesucht worden, man habe jedoch nichts gefunden. Weitere Angaben hätten der Beamten aufgrund von laufenden Ermittlungen nicht machen können.

Der Zentralrat der Muslime bekräftigte seine Forderung nach mehr Polizeischutz für Moscheen. Der Vorsitzende Mazyek sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er plädiere für ein neues Sicherheitskonzept. Die Gefahrensituation für muslimische Einrichtungen habe sich grundlegend verändert. Der Berliner Grünen-Politiker Mutlu mahnte, Bombendrohungen seien kein Spaß. In den vergangenen Monaten waren mehrere deutschen Moscheen Sprengstoffanschläge angedroht worden. Darunter auch der größten in Köln.