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Durchbruch im Kampf gegen Ebola?"Unheimlich gute Waffe"

Eine Psychologin legt im Ebola-Behandlungszentrum CTE ALIMA BENI Schutzkleidung an. Seit einem Jahr wütet die Seuche Ebola im Osten des Kongos.  (dpa / picture alliance / Kitsa Musayi)
Neue Medikamente gegen Ebola sind offenbar vielversprechend. (dpa / picture alliance / Kitsa Musayi)

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht in der Entwicklung zweier neuer Medikamente in der Ebola-Forschung einen deutlichen Fortschritt, warnt aber vor überzogenen Erwartungen.

Mit den neuen Medikamenten habe man nun eine "unheimliche gute Waffe", sagte der WHO-Pressesprecher, Lindmeier, im Deutschlandfunk. In einem Test an Betroffenen in der Demokratischen Republik Kongo hatten die neuen Wirkstoffe die Zahl der Toten deutlich verringert. Gleichzeitig seien die Medikamente "kein Zauberstab", sagte Lindmeier weiter.

Es sei entscheidend, die Bevölkerung über Symptome und Schutzmaßnahmen aufzuklären. Denn der Effekt sei umso größer, je früher die Krankheit behandelt werde. "Wenn jemand in den ersten drei Tagen nach der Infektion einen der Wirkstoffe bekommt, dann ist die Erfolgsrate bei ungefähr 90 Prozent", so Lindmeier. Anschließend nähmen die Erfolgschancen sukzessive ab. Jetzt sollen alle Patienten im Ebola-Gebiet im Kongo die beiden neuen Wirkstoffe bekommen.

Unbehandelt liegt die Todesrate bei einer Ebola-Erkrankung bei rund 75 Prozent. In der Demokratischen Republik Kongo haben sich schätzungsweise 2800 Menschen mit dem Virus infiziert – 1800 sind bereits daran gestorben.