Mittwoch, 23.10.2019
 
Seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag
StartseiteMusik-PanoramaVon alten und neuen Welten23.09.2019

Dvořáks Neunte und mehrVon alten und neuen Welten

Für Dirigent Christoph Spering war es ein echtes Heimspiel. Denn der Auftritt mit Bass Thomas E. Bauer und dem Neuen Orchester fand abseits der großen Musikmetropolen in Sperings Geburtstadt Simmern im Hunsrück statt. Spektakulärer Höhepunkt des Konzerts: Antonín Dvořáks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“.

Am Mikrofon: Jochen Hubmacher

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
(Kunde/Musikforum e.V.)
Der Dirigent Christoph Spering lässt das Neue Orchester auf Nachbauten romantischer Instrumente spielen (Kunde/Musikforum e.V.)

Wohl kaum jemand hat unser Bild vom Hunsrück und den Menschen dort mehr geprägt als Filmregisseur Edgar Reitz. In seiner "Heimat"- Saga erzählt er von der kargen Landschaft, der Mühsal des Alltags und den politischen Verwerfungen im 20. Jahrhundert. In "Die andere Heimat" blickt Reitz dann zurück in die Zeit als sich Auswanderer in Scharen aus dem Hunsrück aufmachten, um ihr Glück in der "Neuen Welt" zu suchen. Dirigent Christoph Spering führte das Publikum beim Konzert in Simmern musikalisch in jene Epoche. Angefangen bei Beethovens Ouvertüre zum Ballett "Die Geschöpfe des Prometheus" über ausgewählte Lieder von Franz Schubert bis hin zu Antonín Dvořáks neunter Sinfonie "Aus der Neuen Welt" und Gustav Mahlers Rückert-Liedern. Musik, die zum Zeitpunkt ihrer Entstehung den meisten Hunsrückern ebenso fern gewesen sein dürfte wie die Urwälder Brasiliens, von denen Jakob Simon, die Hauptfigur aus "Die andere Heimat" sehnsüchtig träumt.

Ludwig van Beethoven
Ouvertüre zu "Die Geschöpfe des Prometheus", op. 43

Gustav Mahler
Drei Rückert-Lieder

Franz Schubert
Ballett Nr. 9 aus "Rosamunde", D797
Ausgewählte Lieder

Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 9 e-Moll, op 95

Thomas E. Bauer, Bass
Das Neue Orchester
Ltg.: Christoph Spering

Aufnahme vom 3.10.2018 aus der Hunsrückhalle in Simmern

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk