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StartseiteVerbrauchertippSo hält der Akku länger06.06.2019

E-BikesSo hält der Akku länger

Nicht immer hält der Akku des Elektrofahrrads so lange durch wie erwartet. Mit einigen Tipps lässt sich die Reichweite allerdings erhöhen. Wer die Batterie bei tiefen und hohen Temperaturen richtig lagert, hat länger etwas davon. Auch auf den richtigen Tritt in die Pedale kommt es an.

Von Hilde Braun

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Zwei Männer fahren in München (Bayern) auf ihren Pedelecs (dpa / Tobias Hase )
Wer gleichmäßig in die Pedale tritt, schon seinen Fahrrad-Akku (dpa / Tobias Hase )
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Auch bei einem Elektrofahrrad muss man in die Pedale treten - und die Kraft, die man dafür aufwendet, entscheidet mit über die Reichweite. Wer stets die maximale Unterstützung des Motors einschaltet und kaum in die Pedale tritt, hat den Akku des Rades schnell geleert. Natalia Witter betreibt einen Radverleihladen auf der niederländischen Nordseeinsel Texel.

"Unterwegs ist es eigentlich hohe Gangschaltung und die Unterstützung nicht so hoch, dann kann man eigentlich sehr lang fahren und kommt um die Insel herum, das sind 60 Kilometer, das schafft man, ja! Nur merkt man hier viel Gegenwind, dann gehen die wirklich schneller leer, dann muss man auch ein bisschen trampeln, ja das ist kein Roller."

Gleichmäßiges Treten schon die Batterie

Ein gleichmäßiges Treten der Pedale schont den Akku, genauso wie aktives Schalten in leichte und schwere Gänge. In schweren Gängen bei langsamer Trittfrequenz muss der Motor mehr arbeiten als der Mensch, das kostet entsprechend Strom, erklärt Thorsten Kölsch vom Fahrradladen Velokölsch:

"Man muss halt sehen, dass man taktisch fährt also sprich entsprechend schaltet, man fährt das Fahrrad wie ein normales Fahrrad und nutzt die Kraftunterstützung anhand der Gegebenheiten, die man vorfindet. Wenn man das beachtet und nicht immer in den schweren Gängen fährt, also auch in leichte Gänge schaltet, kann man deutlich die Reichweite erhöhen."

Eine Automatikschaltung kann helfen, das E-Bike optimal zu nutzen. Je schwerer das Rad, desto weniger Akkuleistung, das gilt nicht nur für das Gewicht des Elektrofahrrades, sondern auch für die zusätzlichen Kilogramm, die Radfahrer und Gepäck ausmachen. Die Reifen des Rades sollten möglichst stramm gefüllt sein und je nach Fahrergewicht und Gepäck aufgepumpt werden, dann verringert sich der Rollwiderstand, und das E-Bike fährt sparsamer.

"Das heißt also jedes Bar, was verloren geht, kann unter Umständen zwischen zehn und 15 Kilometern an Reichweite verhindern. Das heißt, es ist schon ganz wichtig, dass man den Luftdruck im Reifen immer aufrecht erhält."

Akku richtig lagern

Ein möglichst großer Akku ist übrigens nicht das Non-Plus-Ultra für die Reichweite. Er muss perfekt mit dem Motor zusammenspielen und aufeinander abgestimmt sein. Wenn der Motor mit weniger Akkuleistung auskommt, spiegelt sich das auch in der Reichweite wieder. Der Akku sollte außerdem richtig gepflegt werden. Für die Lagerung ist alles über 5 Grad plus gut, Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad optimal:

"So acht Stunden Freibad und dann das Ding in der Sonne stehen lassen, das ist nicht gesund für den Akku, dann hat der ganz schnell innen drin 50- 60 Grad, und dann schaltet der Akku unter Umständen dann auch ab."

Im Sommer also besser das Elektrorad im Schatten parken, oder den Akku in den Schwimmbadspind legen. Auch Kälte mindert die Reichweite, da das Elektrolyt, in dem sich die Ionen des Akkus austauschen, zähflüssiger wird. Das kann die Reichweite im Winter sogar bis auf die Hälfte reduzieren. Schutz kann ein Neopren-Cover für die Fahrt bieten. Wird das Elektrorad nicht benutzt, lagert man den Akku am besten bis kurz vor Fahrtantritt in der Wohnung. Die Garage ist nicht der passende Ort, zumindest nicht bei extremen Temperaturen. Der Akku sollte, auch wenn er lagert, regelmäßig überprüft werden, Thorsten Kölsch:

"Man sollte den nicht vergessen den Akku, man sollte den immer mal kontrollieren, welche Leistung hat der Akku momentan, in der Regel haben die verschiedene Balken, um zu erkennen, wie hoch die Leistung ist."

Etwas geladen sollte er immer sein. Wer das Rad regelmäßig pflegt, hat auch mehr vom Akku. Ein geölter und geschmierter Antrieb lässt das Rad leichter laufen.

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