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StartseiteVerbrauchertippTausende Bücher immer dabei10.01.2020

E-Book-ReaderTausende Bücher immer dabei

Viele Menschen nutzen elektronische Geräte, wenn sie etwas lesen wollen. Bequem geht das auf E-Book-Readern. Technisch sind die Geräte aller Konkurrenten ähnlich aufgebaut – nur bei einem Anbieter ist man in der Auswahl der Bücher festgelegt.

Von Michael Voregger

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Reader mit E-Book-Seite (photocase.de)
Die ersten E-Book-Reader gab es bereits in den 90er-Jahren (photocase.de)
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Im Grunde ist die Aufgabe für einen E-Book-Reader simpel: Er muss das geschriebene Wort anzeigen. Im Gegensatz zum Smartphone stören keine ständigen Nachrichten und Klingeltöne. Aufregend sind die Geräte nicht, aber das müssen sie auch nicht sein. Die Zahl der Anbieter ist gering, und der Markt ist übersichtlich. Alexander Spier ist Redakteur bei der Computerzeitschrift ct.

"In Deutschland gibt es inzwischen nur noch drei Anbieter, die wirklich Geräte selber anbieten. Das ist Amazon mit dem Kindle, das ist Tolino – das die deutsche Buchhandelsallianz - und es gibt noch Pocketbook, eine osteuropäische Firma, die sehr viele Reader auf dem Markt hat und auch mit deutschen Buchhändlern zusammenarbeitet." 

Unterschiedliche Nutzung von E-Book-Readern

Im Großen und Ganzen unterscheidet sich die Bedienung nicht sehr. Der Leser muss sich an die Eigenheiten gewöhnen. So bieten die angeschlossenen Shops und Buchhandlungen eine unterschiedliche Zahl an Büchern. Die Nutzung der E-Book-Reader ist dabei sehr unterschiedlich. Judith Przygodda liest vor allem im Urlaub elektronische Bücher.

"In der Regel nutze ich das, wenn ich in den Urlaub fahre, um die Bücher nicht mitnehmen zu müssen. Man hat nur ein Gerät in der Hand, und es sind mehrere Bücher aufgespielt. Man hat die Möglichkeit, mehrere Bücher zu lesen, und ich habe nur den E-Book Reader dabei. Zu Hause nutze ich das, um die heruntergeladene Zeitung zu lesen."

Die Geräte sind robust, und die Lieblingskrimis können auch am Strand gelesen werden. Bei Tolino und bei Pocketbook lässt sich die Onleihe nutzen. Dem Online-System sind fast alle deutschen Büchereien angeschlossen, und man kann aus einer sehr großen Auswahl an Büchern und Zeitschriften auswählen. 

"Grundsätzlich fängt das bei 50, 60 Euro an, da hat man aber keine Hintergrundbeleuchtung, keine Wasserdichtigkeit und keinen Touch unbedingt. Besser gibt man so um die 100 Euro aus, 120. Da hat man schon ein höher aufgelöstes Display, teilweise sind sie schon wasserdicht. Man kann theoretisch bis zu 200, 250 Euro ausgeben, aber das ist schon Luxus. Viele können inzwischen auch Hörbücher abspielen, das heißt, man kann sich das Hörbuch nebenher anhören." 

Bei Kindle Festlegung auf Bücher von Amazon

Für mehr Geld gibt es zusätzlichen Komfort, wie zum Beispiel schnellere Reaktionszeiten. Wenn das Display eine hohe Auflösung hat, dann sieht es aus wie ein gedrucktes Buch. Da findet man kaum einen Unterschied - ein entscheidendes Kriterium. Und die Geräte sollten vor dem Kauf genau angeschaut werden. Dann ist es gar nicht so wichtig, ob man sich für Pocketbook, Tolino oder Kindle entscheidet. Von der Grundtechnik sind die Konkurrenten ähnlich aufgebaut. Bei der Wahl des Kindle legt man sich allerdings auf Bücher von Amazon fest. Judith Przygodda.

"Das Lesen ist erstaunlicherweise ganz gut. Ich war erst sehr skeptisch. Inzwischen gefällt es mir sehr gut. Es lässt sich leicht umblättern indem man das E-Book wischt. Es ist für die Augen ganz komfortabel. Was ich gut finde, dass es abends durch die Beleuchtung sehr gut zu lesen ist.

Die meisten bieten inzwischen eine Beleuchtung, und das ist praktisch, wenn man im Dunkeln liest. Im Bett bleibt das Licht aus, und der Partner wird nicht gestört. Das bietet das Gefühl einer weißen Seite und das ist angenehmer beim Lesen. Es können viele Tausend Bücher gespeichert werden. Die Geräte halten etwa 40 Stunden durch bevor sie wieder an die Steckdose müssen.

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