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StartseiteAtelier neuer MusikDea ex machina oder die technofeministische Emanzipation14.04.2018

Echoes of '68Dea ex machina oder die technofeministische Emanzipation

In den 1960ern wurde Charlotte Moorman zur Gallionsfigur im medienkünstlerischen Schaffen von Nam June Paik. Laurie Anderson setzte diese mediale, weibliche Emanzipation fort, indem sie 1984 als weibliche Cyborg auftrat. Und auch heute inszenieren sich Medienkünstlerinnen im techno-feministischen Geist.

Von Anna Schürmer

Komponistin und Performerin Julia Mihály nimmt mit Essstäbchen Magnetband auf (Ela Mergels)
Magnetband war vorgestern! Julia Mihály empfiehlt es mit Stäbchen! (Ela Mergels)

Das Symboljahr 1968 gilt heute als Chiffre einer globalen Zäsur. In den entwickelten Gesellschaften nahm die Zukunft Fahrt auf. Im Zuge der Medialisierung wurden viele traditionelle Bilder lediglich weiter geführt, aber auch neue entstanden: Zum Beispiel die Idee der modernen Musikerin, die sich mit Hilfe der Elektronik emanzipiert.

Charlotte Moorman, das berühmte Medium für Nam June Paik, war das erste Beispiel dafür. Auch Laurie Anderson entstieg 1984 einer futuristischen Fernsehshow Paiks. Autorin Anna Schürmer spannt den Bogen bis zu den Multmediakünstlerinnen der Gegenwart und entwirft eine Geschichte der "technofeministischen Emanzipation".

Die Sendung begleitet das Forum neuer Musik 2018 "Echoes of '68" und ist nach Ausstrahlung sieben Tage lang anhörbar.

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