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EcuadorPräsident Moreno dringt auf Ende von Botschaftsasyl für Assange

Das Bild zeigt Wikileaks-Gründer Julian Assange im Mai 2017 in der ecuadorianischen Botschaft in London. (dpa-Bildfunk / Constantin Eckner)
Julian Assange im Mai 2017 in der ecuadorianischen Botschaft in London (dpa-Bildfunk / Constantin Eckner)

Der ecuadorianische Präsident Moreno hat dem Wikileaks-Gründer Assange nahegelegt, die Botschaft in London zu verlassen.

Die britische Regierung habe mitgeteilt, dass Assange nicht in ein Land ausgeliefert werden könne, in dem sein Leben in Gefahr sei oder in dem ihm die Todesstrafe drohe, sagte Moreno in einem Radiointerview. Damit sei der Weg dafür bereitet, dass Assange die ecuadorianische Botschaft verlässt. Er werde allerdings eine kurze Strafe verbüßen müssen, weil er sich nicht den britischen Behörden gestellt habe. Ecuador versucht schon seit längerem das seit über sechs Jahren andauernde Botschaftsasyl für Assange zu beenden.

Assange war 2012 in die ecuadorianische Vertretung in London geflüchtet, zunächst um einer Festnahme und Auslieferung nach Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen zu entgehen. Zudem befürchtete er, danach in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm wegen der Veröffentlichung brisanter Dokumente aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak ein Verfahren wegen Geheimnisverrats droht.