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StartseiteSternzeitDer erste Amerikaner hüpft ins All05.05.2021

Ein kurzer Flug an den Rand des WeltraumsDer erste Amerikaner hüpft ins All

Als Juri Gagarin im April 1961 als erster Mensch ins All flog, war das für die USA ein Schock. Die Antwort der USA ließ nicht lange auf sich warten: Vor 60 Jahren schickten sie ihren Astronauten Alan Shepard für 16 Minuten ins All. Doch Shepards Sternstunde kam erst zehn Jahre später.

Von Dirk Lorenzen

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Historischer Start: Die Redstone-Rakete mit Alan Shepard an Bord hebt von Cape Canaveral ab (NASA)
Historischer Start: Die Redstone-Rakete mit Alan Shepard an Bord hebt von Cape Canaveral ab (NASA)

Am 12. April 1961 kreiste mit Juri Gagarin der erste Mensch einmal um die Erde. Für die USA war dies ein Schock, noch viel größer als beim Start des ersten Satelliten Sputnik dreieinhalb Jahre zuvor. Etwas hektisch versuchte die NASA mit der sowjetischen Raumfahrt gleichzuziehen. Doch damals war es für die Amerikaner noch nicht möglich, einen Menschen mit einer Raumkapsel in die Erdumlaufbahn, einen Orbit, zu schicken.

Gespannte Erwartung: Alan Shepard vor seinem Start zum Suborbitalflug (NASA)Gespannte Erwartung: Alan Shepard vor seinem Start zum Suborbitalflug (NASA)
Heute vor 60 Jahren – gut drei Wochen nach Gagarins Streich – flog zwar der erste Amerikaner ins All. Aber Alan Shepard absolvierte nur einen Suborbitalflug. Seine Redstone-Rakete war nicht stark genug, um die Mercury-Kapsel in die Umlaufbahn zu schießen. Rund zweieinhalb Minuten nach dem Start von Cape Canaveral trennte sich die Kapsel von der ausgebrannten Rakete.

Alan Shepard flog in seinem Raumschiff wie ein geworfener Stein durch die Atmosphäre. Es erreichte eine Gipfelhöhe von 187 Kilometern und stürzte dann zurück zur Erde. Eine Viertelstunde nach dem Start wasserte die Mercury-Kapsel an Fallschirmen im Atlantik, gut 500 Kilometer vom Startplatz entfernt.

Erst im Februar 1962 gelangte mit John Glenn der erste Amerikaner in eine Erdumlaufbahn – fast ein Jahr nach dem Erstflug Gagarins. Alan Shepard aber hatte unglaubliches Glück. Zehn Jahre nach dem kleinstmöglichen Weltraumflug durfte er das damals größte Ziel ansteuern: den Mond. Bei der Mission Apollo 14 hüpfte er nicht ins All, sondern durch den Mondstaub.

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