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StartseiteKultur heuteDer erste Verkauf aus der Gurlitt-Sammlung08.11.2019

Ein Manet für Japan Der erste Verkauf aus der Gurlitt-Sammlung

Edouard Manets Bild "Marine, Temps d'Orage" geht für vier Millionen Euro an das National Museum of Western Art in Tokio. Wichtig sei, dass das Bild in eine öffentliche Sammlung gehe, sagte Nina Zimmer, Direktorin des Kunstmuseums Bern, im Dlf.

Nina Zimmer im Gespräch mit Anja Reinhardt

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Nina Zimmer, Direktorin des Kunstmuseums Bern, bei einer Pressekonferenz zur ersten Ausstellung der Cornelius Gurlitt Sammlung, November 2017 (imago / Ruben Sprich)
Museumsdirektorin Nina Zimmer (imago / Ruben Sprich)
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Der Stiftungsrat des Kunstmuseums Bern hatte festgelegt, so Nina Zimmer, dass durch die Übernahme des Gurlitt-Nachlassses dem Haus keine Kosten entstehen sollen. Um anwaltliche Beratung, Provenienzforschung und Restaurierungen zu bezahlen, sei ein Verkauf notwendig geworden.

"Provenienz ist bereits erforscht"

Man habe sich für ein Bild entschieden, dessen Provenienz bereits erforscht und das nicht signifikant für die eigene Sammlung sei. "Wichtig ist aber auch, dass wenn wir schon ausnahmsweise ein Werk abgeben, dass wir es in eine andere öffentliche Sammlung überführen", so Zimmer. Indem es nun in das Tokioter Museum of Western Art gehe, kehre es gewissermaßen zurück, denn es war bis zum Zweiten Weltkrieg Teil der dort ansässigen Matsukata-Sammlung.

"Keine Raubkunst"

Aus der Matsukata-Sammlung war es in den 1940er-Jahren in Paris verkauft worden, was sich nicht lückenlos, aber sehr gut nachvollziehen lasse. Schließlich sei das Bild von Hildebrand Gurlitt mit großer Sicherheit legal erworben worden. Es handele sich nicht um Nazi-Raubkunst. Weitere Verkäufe zur Finanzierung der durch die Betreuung des Nachlasses enstehenden Kosten seien nicht geplant.  

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