Die Nachrichten

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Einfuhrzölle der USAVerschont Trump die Autos?

Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns stehen im Hafen von Emden zur Verschiffung bereit. (picture-alliance / dpa / Jörg Sarbach)
US-Präsident Trump will die Entscheidung über Zölle auf europäische Autos offenbar verschieben. (picture-alliance / dpa / Jörg Sarbach)

US-Präsident Trump will nach Medienberichten vorerst keine Sonderzölle auf Auto-Importe verhängen. An den Börsen war sofort Erleichterung zu spüren: Nicht nur der Dax legte nach Bekanntwerden der Neuigkeiten zu.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg und der Fernsehsender CNBC meldeten, dass Trump die Frist für europäische Länder und andere Exportnationen um bis zu sechs Monate verlängern und mit einer Entscheidung abwarten will. Sein Votum mache er vom weiteren Verlauf der Handelsgespräche mit der EU abhängig, heißt es. Eine offizielle Erklärung wird bis Samstag erwartet, auf dpa-Anfrage äußerte sich die US-Regierung zunächst nicht.

Zuletzt waren US-Sonderzölle von 25 Prozent für die Einfuhr von PKW im Gespräch. Die Europäische Union hatte für diesen Fall mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht. Allerdings hatte Handelskommissarin Malmström schon in der vorigen Woche gemutmaßt, dass es zu einer Verschiebung kommen könnte.

Aufwind an den Börsen

Die Aktienmärkte reagierten schnell auf die Nachrichten. der Dax etwa schloss nach anfänglichen Verlusten mit einem Plus von 0,9 Prozent. Der EuroStoxx50 legte ebenfalls zu, und auch der Dow Jones in den USA drehte ins Plus. Auch der europäische Branchen-Index der Autobauer meldete Gewinne - um zwei Prozent, immerhin der größte Tagesgewinn seit sechs Wochen.

Allerdings sagte der Anlage-Fachmann Hewson vom Brokerhaus CMC Markets, mit der Verschiebung der Zölle werde das wohl Unausweichliche nur vertagt: "Aber angesichts der Tatsache, dass die USA bereits mit China und Iran über Kreuz liegen, scheint die Überlegung zu sein, sich nicht auf zu viele Kämpfe gleichzeitig einzulassen."