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Eingung in der NachtTarifabschluss für die Nordwestdeutsche Stahlindustrie

Das Thyssenkrupp Stahlwerk Schwelgern in Duisburg-Marxloh steht in der Dämmerung da. (picture alliance / dpa / Bernd Thissen)
16 Stunden lang war verhandelt worden. (picture alliance / dpa / Bernd Thissen)

Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben Arbeitgeber und Gewerkschaften einen Abschluss erzielt.

In der fünften Verhandlungsrunde in Düsseldorf verständigten sich beide Seiten in der vergangenen Nacht auf einen neuen Vertrag. Wie die IG Metall Nordrhein-Westfalen heute früh mitteilte, steigen die Entgelte für die rund 72.000 Beschäftigten ab März um 3,7 Prozent. Für die Monate Januar und Februar gibt es insgesamt 100 Euro Einmalzahlung. Ab 2020 erhalten alle Beschäftigten eine zusätzliche tarifliche Vergütung in Höhe von 1.000 Euro pro Jahr, die in bis zu fünf freie Tage umgewandelt werden kann.

Die IG Metall nannte den Kompromiss einen Durchbruch für mehr Arbeitszeitsouveränität. Ein Vertreter des Arbeitgeberverbands Stahl sprach von einer äußerst intensiven Tarifrunde. Insbesondere die Gewerkschaftsforderung nach einem in Freizeit umwandelbares Zusatzentgelt habe die Arbeitgeber vor eine Zerreißprobe gestellt. Die Tarifverhandlungen waren zeitweise von Streiks der Beschäftigten begleitet worden.