Mittwoch, 28. September 2022

Ukraine-Krieg
Einschüchterung und Gewalt bei Scheinreferenden

Die von Russland angewiesenen sogenannten Referenden in besetzten Gebieten der Ukraine werden nach ukrainischen Angaben mit Einschüchterung und Gewalt begleitet.

24.09.2022

    Eine Frau hängt ein Banner für das Scheinreferendum in Donezk auf.
    Auch in der Oblast Donezk findet das Scheinreferendum statt, das den Anschluss an Russland legitimieren soll. (picture alliance / dpa / Tass / Nikolai Trishin)
    So wurden laut dem Gouverneur von Luhansk Beschäftigte von Unternehmen gezwungen, sich zu beteiligen. Es sei damit gedroht worden, die Türen jener einzuschlagen, die sich weigerten, abzustimmen. Der Bürgermeister von Melitopol in der Region Saporischschja erklärte, die Russen hätten Einwohner der Krim in seine Stadt gebracht, um Druck auf die Bürger auszuüben. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Von einem historischen Meilenstein sprach hingegen der Separatistenchef Puschilin in der von Moskau anerkannten sogenannten Volksrepublik Donezk. Diese Abstimmung sei entscheidend, es sei der Durchbruch in eine neue Realität, sagte er im Nachrichtenkanal Telegram. Die Scheinreferenden in der Süd- und Ostukraine hatten gestern begonnen und sollen am Dienstag enden. Russland will so die besetzten Gebiete in das eigene Staatsgebiet eingliedern.
    Diese Nachricht wurde am 24.09.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.