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EisschnelllaufSchlammschlacht zwischen Verband und Sportlern geht weiter

Matthias Große, der Präsident des Verbandes (Archivbild von 2016). (picture alliance/dpa - Soeren Stache)
Der heutige DESG-Präsident Matthias Große im Jahr 2016. (picture alliance/dpa - Soeren Stache)

Der Streit um die Führungskultur bei der Eisschnelllauf-Gemeinschaft geht in die nächste Runde - das Präsidium droht vier Sportlern nach Veröffentlichung eines offenen Briefs mit Konsequenzen.

Nach derem Brandbrief gegen die Führung der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) werde das Präsidium adäquat der Satzung reagieren, sagte der Präsident des Verbandes, Mathias Große der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er fügte hinzu: "Diese Art und Weise wird Konsequenzen haben".

"Kritik wird ignoriert"

Eisschnellläufer Hendrik Dombek, einer der Verfasser des Briefes, reagierte darauf und sagte, die vier Sportler verstünden dies als "Einschüchterungsversuch". Neben Dombek wurde der Brief von Joel Dufter, Jeremias Marx und Stefan Emele unterzeichnet. In dem Brief werden der Verband und ihr Präsident vor allem wegen mangelnder Kommunikation und der Ausbootung von Sprint-Bundestrainer Danny Leger attackiert.

Teamchef Helge Jasch, so Eissprinter Dombek, habe die Athleten wissen lassen, dass das Präsidium ihre Aussagen als verbandsschädigend werte; sie hätten daher mit Konsequenzen zu rechnen. "Mit uns wurde auch jetzt nicht richtig gesprochen", sagte Dombek und fügte hinzu, Kritik werde ignoniert. Die Krise beschäftigt die Funktionäre und Sportler des Verbandes schon seit längerem.

Diese Nachricht wurde am 14.01.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.