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StartseiteSport am Wochenende"Gesellschaftspolitsch einen Stempel hinterlassen"02.02.2019

EM 2024 in Deutschland"Gesellschaftspolitsch einen Stempel hinterlassen"

Bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 kann Deutschland sich wie bereits bei der WM 2006 erneut als weltoffener Gastgeber präsentieren, meint Markus Stenger, der das Turnier für den DFB mitorganisiert. Nach den Weltmeisterschaften in Russland und Katar könne man ein anderes Zeichen setzen, sagte er im Dlf.

Markus Stenger im Gespräch mit Matthias Friebe

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Das Foto zeigt den Pokal für die Fußball-Europameisterschaft, dahinter steht "Euro 2024" in weißer Schrift auf blauem Hintergrund. (AFP / Fabrice Coffrini)
Die Fußball-EM 2024 findet in Deutschland statt (AFP / Fabrice Coffrini)
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Nach der Weltmeisterschaft 2006 seien die Fans aus dem Ausland "glücklich und überrascht" von den positiven Eindrücken in Deutschland nach Hause gereist, sagte Stenger im Gespräch mit dem Dlf auf dem SPOBIS-Kongress in Düsseldorf. Das wolle man auch für 2024 erreichten. Die Gesellschaft habe sich seit 2006 entwickelt - das zeigten unter anderem die Wahlergebnisse. Deswegen sei die EURO 2024 eine "Riesenchance" für Deutschland, sich wieder als weltoffener Gastgeber zu präsentieren.

Die Vorbereitungen für das Turnier steckten jetzt noch in der frühen, organisatorischen Planungsphase, so Stenger. Bei der UEFA stehe jetzt erst einmal die EM 2020 im Fokus. Von der erhoffe man sich aber schon Erkenntnisse: Denn vier Spiele des Turniers werden in München stattfinden. "Das ist ein Glücksfall für uns. Wir haben dann schon ein Stadion, das im kompletten UEFA-Setup ausgerichtet sein wird". Deswegen wolle man auch Vertreter aus den anderen EURO2024-Städten einladen, um zu sehen, welche "positiven Learnings" sie aus München mitnehmen könnten. 

Nicht nur ein Sportevent

Die Vergrößerung von Stadien stehe dabei nicht unbedingt im Mittelpunkt der Investitionen in den EM-Städten. Teilweise gehe es lediglich um "Schönheitskorrekturen" wie neue LED-Flutlichtanlagen. Ein großes Thema sei zudem die Digitalisierung. 

Mit Blick auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit bei der EM sagte Stenger: "Wir wollen die Worte aus der Bewerbung mit Taten belegen". Deswegen habe man sich bereits mit verschiedensten Stakeholdern und NGOs getroffen. Die EM solle nicht als reines Sportevent wahrgenommen werden, sondern auch "gesellschaftspolitisch einen Stempel hinterlassen". 

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.
 
 

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