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Entlassener FBI-ChefVerweigerte Comey Trump die Loyalität?

Im Januar wurden noch Hände geschüttelt: Donald Trump und James Comey. (imago/ZUMA Press)
Im Januar wurden noch Hände geschüttelt: Donald Trump und James Comey. (imago/ZUMA Press)

Der gefeuerte FBI-Direktor James Comey soll sich bereits vor Monaten geweigert haben, US-Präsident Trump die Treue zu schwören. Die "New York Times" berichtet, Comey habe ihm lediglich versprochen, ehrlich zu sein. Das Weiße Haus widerspricht der Darstellung.

Die New York Times hat ihre Informationen aus dem Umfeld des entlassenen FBI-Direktors. Zwei Vertraute berichteten demnach, dass Trump Comey im Januar zu einem Abendessen ins Weiße Haus bestellt habe. Trump soll den FBI-Direktor dabei gefragt haben, ob er ihm die Treue schwört. Comey habe dies verweigert. Stattdessen versprach er Trump der Darstellung zufolge, stets ehrlich mit ihm zu sein.

Wie Comeys Vertraute der Zeitung weiter berichteten, habe Trump den Behördenchef daraufhin zu einem Versprechen der "ehrlichen Loyalität" gedrängt. Comey soll dem Präsidenten geantwortet haben: "Die werden Sie haben." Trump hatte die Loyalität seiner Mitarbeiter während seiner Unternehmer-Laufbahn stets zur höchsten Priorität gemacht.

Weißes Haus widerspricht dem Bericht

Das Weiße Haus hat die Darstellung der Zeitung zurückgewiesen. Trump beschrieb den Verlauf des Abendessens in einem Interview mit dem Sender NBC anders. Er betonte, dass der FBI-Chef auf dem Treffen bestanden habe, die Frage nach der Loyalität aber nicht aufgekommen sei. Allerdings blieb unklar, ob der US-Präsident über dasselbe gemeinsame Essen sprach; andererseit sollen sich beide aber auch nur einmal dazu getroffen haben.

Die beiden Vertrauten berichteten der "New York Times" zudem, Comey sehe Trumps Verhalten während des Abendessens als symbolisch für dessen Präsidentschaft. Der Unternehmer und Reality-TV-Star habe aufgrund seiner mangelnden Erfahrung mit öffentlichen Ämtern nicht verstanden, dass Direktoren der US-Bundespolizei traditionell keine politischen Loyalisten sein sollten. Nicht umsonst habe der Kongress in den 1970er Jahren ein Gesetz für eine zehnjährige Amtszeit von FBI-Chefs verabschiedet, um sie unabhängig vom Präsidenten zu machen.

Der Bericht der "New York Times" sorgte auf Twitter für zahlreiche Kommentare:

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