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EntwicklungMüller dringt bei Firmen auf Menschenrechtsstandards

Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller, CSU (picture-alliance / dpa / Rainer Jensen)
Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller, CSU (picture-alliance / dpa / Rainer Jensen)

Entwicklungsminister Müller droht deutschen Unternehmen mit einem Gesetz zur Verpflichtung auf menschenrechtliche Standards bei der Herstellung von Waren, die sie aus Afrika importieren.

Jede Ware, die nach Europa importiert werde, müsse garantiert frei von ausbeuterischer Kinderarbeit sein - egal ob es Schokolade, Kaffee oder ein Textilprodukt sei, sagte der CSU-Politiker der Zeitung "Die Welt". Sollte eine Überprüfung im kommenden Jahr ergeben, dass die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen nicht ausreiche, müsse ein Lieferkettengesetz das regeln, meinte Müller.

55 Prozent des in Deutschland verkauften Kakaos sind nach Müllers Worten zertifiziert nachhaltig. Bei Kaffee seien es nur zehn Prozent. Ziel müsse in allen Bereichen 100 Prozent sein.