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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update13.04.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Amazon-Mitarbeiter hören Sprachaufnahmen von Alexa ab +++ Yahoo muss noch mehr zahlen +++ 5G-Auktion hat die 5-Milliarden-Grenze überschritten +++ Russland soll autonomes Internet bekommen +++ Windows-Update kann zu Problemen mit Anti-Virus-Programmen führen +++ Bundesregierung fördert Games "made in Germany"

Von Lucian Haas

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Amazon-Mitarbeiter hören Sprachaufnahmen von Alexa ab

Wer einem digitalen Assistenten vom Typ Alexa Befehle erteilt, muss damit rechnen, nicht nur von Computern, sondern gelegentlich auch von Amazon-Mitarbeitern abgehört zu werden. Diese schrieben das Gesagte sogar mit, berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg. Die Praxis diene dazu, die Spracherkennung der digitalen Assistenten zu überprüfen und weiter zu verbessern. Auch bei Siri von Apple und Googles Assistant gebe es ähnliche Kontrollinstanzen, bei denen reale Menschen Stichproben der Sprachaufzeichnungen lauschen und die maschinelle Erkennung kontrollieren. In einer Stellungnahme bestätigte Amazon das Vorgehen, bestritt allerdings, dass Mitarbeiter die Alexa-Sprachaufzeichnungen mit einem bestimmten Kunden in Verbindung bringen könnten. Nutzer von Alexa können der Verwendung ihrer Sprachaufnahmen zur Weiterentwicklung des Dienstes in den Geräte-Einstellungen widersprechen.

Quelle: Bloomberg


Yahoo muss noch mehr zahlen

Yahoo hat mit Geschädigten von zwei großen Hacks aus den Jahren 2013 und 2014 einen neuen Vergleich abgeschlossen. 117,5 Millionen US-Dollar muss der Konzern als Entschädigung zahlen. Dem muss das zuständige Bezirksgericht in Kalifornien aber noch zustimmen. Schon im Oktober 2018 hatte es einen ersten Vergleich gegeben. Damals einigten sich die Parteien auf 50 Millionen Dollar Entschädigung. Allerdings lehnte im Januar eine Richterin den Vergleich ab, weil nicht alle möglichen entstandenen Kosten der Geschädigten berücksichtigt worden waren. Im August 2013 und im Dezember 2014 hatten Angreifer rund drei Milliarden Nutzerkonten bei Yahoo gehackt. Dabei erbeuteten sie persönliche Daten wie Namen, Geburtsdatum, Email-Adressen, Telefonnummern und Passwörter. Yahoo hatte die Öffentlichkeit erst 2016 über die Vorfälle informiert.

Quelle: Agenturen, Heise


Die 5G-Auktion hat die 5-Milliarden-Grenze überschritten

Vor Beginn der Versteigerung der 5G-Mobilfunk-Frequenzen in Deutschland hatten Experten damit gerechnet, dass die Auktion zwischen drei und fünf Milliarden Euro bringen könnte. Doch mittlerweile steht fest: Sie wird mehr Geld in die Staatskasse spülen als gedacht. In dieser Woche ist die Marke von fünf Milliarden Euro durchbrochen worden. Das geht aus Angaben der Bundesnetzagentur hervor. Ein Ende der Auktion ist noch nicht absehbar. Der Bund will die Einnahmen in die Digitalisierung stecken. Während hierzulande noch die Frequenzen versteigert werden, hat in der Schweiz schon der Aufbau der 5G-Infrastruktur in der Fläche begonnen. Das Unternehmen Swisscom kündigte an, bis Jahresende ein landesweites 5G-Netz schaffen zu wollen, das 90 Prozent der Bevölkerung versorgen könnte. Allerdings sollen sehr schnelle 5G-Verbindungen mit Datenraten von bis zu zwei Gigabit pro Sekunde nur punktuell verfügbar sein. Die breite Masse der Schweizer Bevölkerung soll per 5G erst einmal mit Datenübertragungsraten von rund einem Gigabit pro Sekunde versorgt werden.

Quellen: Bundesnetzagentur, Agenturen


Russland soll ein autonomes Internet bekommen

Das russische Parlament hat in einer zweiten, entscheidenden Lesung einem entsprechenden Gesetz mit großer Mehrheit zugestimmt. Demnach soll der russische Internetverkehr künftig komplett über Server im eigenen Land gelenkt werden. Das Argument dafür lautet: Die inländische Kommunikation dürfe nicht durch einen Ausfall eines Knotenpunkts im Ausland oder einen gezielten Cyberangriff beeinträchtigt werden. Anfang März hatten in Russland Tausende Menschen gegen das Gesetz demonstriert. Sie warfen der Regierung Zensur vor. Die Überwachung würde erleichtert. In der Staatsduma stimmten nun allerdings 320 Abgeordnete für das Gesetz, nur 15 lehnten den Entwurf ab. Für kommende Woche ist noch eine dritte Lesung des Gesetzes angesetzt. Anschließend wird es dem Föderationsrat vorgelegt, was im Allgemeinen als Formsache gilt, bevor Präsident Wladimir Putin es unterschreiben kann.

Quelle: Agenturen


Ein Windows-Update kann zu Problemen mit Anti-Virus-Programmen führen

In dieser Woche hat Microsoft einige Sicherheitsupdates für die Betriebssysteme Windows 10 und Windows 7 ausgeliefert. Anschließend berichteten mehrere Hersteller von Anti-Virus-Programmen – darunter Sophos, Avast und Avira – von Problemen mit ihrer Software. Demnach arbeitet das Betriebssystem langsamer als normal. Bei Windows 7 und Windows 8.1 in Verbindung mit Anti-Virus-Anwendungen des Herstellers Sophos meldeten Nutzer auch Probleme beim Booten. Experten rieten dazu, die entsprechenden Windows-Updates zu blockieren beziehungsweise zu deinstallieren, bis es eine Lösung für die Probleme gebe. 

Quellen: Winfuture, Heise


Die Bundesregierung fördert Games "made in Germany"

50 Millionen Euro stellt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bereit, um damit die Entwicklung von Computerspielen aus Deutschland zu unterstützen. Dabei soll die Förderung in zwei Stufen erfolgen, kündigte der zuständige Minister Andreas Scheuer an. In einer direkt startenden Pilotphase sollen kleinere Vorhaben bis zu 200.000 Euro erhalten. Nach Abschluss der EU-Notifizierung in einigen Monaten sollen auch Produktionen mit größeren Beträgen gefördert werden. Ziel ist es, Deutschland als Spiele-Entwicklungsstandort international wettbewerbsfähig zu machen.

Quelle: Agenturen

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