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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update20.04.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Datenpannen bei Facebook +++ Hohes Gebot bei 5G-Auktion +++ YouTube und der Brand von Notre-Dame +++ Google ändert Browser- und Suchmaschinenauswahl +++ Bundesnetzagentur geht gegen Fax-Spam vor +++ EU-Parlament stimmt für Kompetenzzentrum Cybersicherheit +++ Anklicken einer Datenschutzerklärung ist keine Einwilligung

Von Michael Stang

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(Deutschlandradio)
Neues aus der Wissenschaft - das Info-Update aus "Computer und Kommunikation" (Deutschlandradio)
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Bei Facebook gibt es weitere Datenpannen

Eine Mitte März bekannt gewordene Datensicherheitspanne hatte ein größeres Ausmaß als bislang bekannt. Der Konzern teilte diese Woche mit, dass die Passwörter von Millionen von Instagram-Nutzern unverschlüsselt auf internen Servern gespeichert worden seien. Bislang hatte Facebook von einigen Zehntausend betroffenen Nutzern der zu dem Konzern gehörenden Fotoplattform gesprochen. Zudem teilte Facebook mit, dass das Unternehmen seit Mai 2016 die Kontaktdaten von 1,5 Millionen neuen Mitgliedern ohne deren Erlaubnis auf seine Server kopiert und auf Basis dieser Daten die Verbindungen zwischen diesen Personen hergestellt und gespeichert hat. Facebook will die Daten nun löschen.

Quelle: Business Insider, Golem, AFP


Bei der 5G-Auktion wurden schon fast 5,4 Milliarden Euro geboten

Bei der Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen haben sich die Höchstgebote auf mittlerweile 5,358 Milliarden Euro summiert. Das teilte die Bundesnetzagentur auf ihrer Webseite mit. Zur Auktion wurden die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch zugelassen. Die Auflagen für die Netzbetreiber sind hoch. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte sowie Autobahnen und andere Strecken mit schnellem mobilem Internet versorgt werden. Die Auktion läuft noch bis zum 17.April.

Quelle: Bundesnetzagentur           


YouTube verwechselt den Brand in Notre-Dame mit 9/11

Mehrere Medien hatten das Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame am Montag live auf Youtube gestreamt. Unter einige Clips setzte ein fehlerhafter Algorithmus der Plattform einen grauen Streifen mit Informationen zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA. Die Google-Tochter räumte den Fehler ein. Vergangenes Jahr hatte YouTube die Informationsfelder mit Texten aus der Enzyklopädie Britannica oder von Wikipedia eingeführt, um gegen Falschinformationen anzugehen.

Quelle: Buzzfeed, Google


Google ändert seine Browser- und Suchmaschinenauswahl für Android-Nutzer

Google ist der Aufforderung der EU-Kommission nachgekommen und zeigt seinen Android-Nutzern künftig Alternativen zu den Google-eigenen Produkten. Wie der Konzern in einem Blogeintrag diese Woche mitteilte, werden fünf Suchmaschinen und fünf Browser anderer Anbieter angezeigt. Der Vorgang ist eine Reaktion auf eine 4,3 Milliarden Euro Kartellstrafe aus dem Jahr 2018.

Quelle: Google, Golem


Die Bundesnetzagentur geht gegen Fax-Spam vor

Die Bundesnetzagentur hat die Abschaltung von 59 Ortsnetzrufnummern angeordnet. Von den Telefonnummern waren massenhaft unerwünschte Telefaxe verschickt worden. In den Faxen wird unter frei erfundenen Firmenbezeichnungen für den Ankauf gebrauchter Kraftfahrzeuge geworben. Die über die Nummern versandten Faxe waren der Bundesnetzagentur aus einer Vielzahl Beschwerden bereits bekannt. Die Agentur hatte mehrfach die Abschaltung der in den Faxen angegebenen Kontaktrufnummern angeordnet. Von welchem Anschluss aus diese jedoch versendet wurden, hatte sich aufgrund des Fernmeldegeheimnisses bislang nicht klären lassen. Die Rufnummern konnten nun mithilfe eines betroffenen Verbrauchers ermittelt werden. Dieser hatte auf seinem Faxanschluss eine kostenpflichtige Fangschaltung einrichten lassen. Dadurch gelang es, die einzelnen Ursprungsrufnummern zu ermitteln.

Quelle: Bundesnetzagentur


Das EU-Parlament stimmt für ein Kompetenzzentrum Cybersicherheit

Die EU soll ein Kompetenzzentrum für Cybersicherheit in Industrie, Technologie und Forschung sowie ein zugehöriges Netz nationaler Koordinierungsinstanzen einrichten. Einen entsprechenden Verordnungsentwurf hat das EU-Parlament diese Woche mit großer Mehrheit beschlossen. Das Kompetenzzentrum soll Mittel aus verschiedenen EU-Programmen koordinieren. Selbst hat die Institution kein festes Budget. Der Sitz des Zentrums soll in einem "demokratisch nachvollziehbaren Verfahren" ermittelt werden.

Quelle: heise, Europaparlament


Das Anklicken einer Datenschutzerklärung ist keine Einwilligung

Das Kammergericht Berlin hat 25 Klauseln in den Datenschutzerklärungen und Nutzungsbedingungen des Suchmaschinenkonzerns Google für unzulässig erklärt. Dem Urteil zufolge reicht unter anderem ein pauschales Anklicken einer Datenschutzerklärung nicht für eine Einwilligung aus. Verbraucherschützer hatten gegen die von Google im Jahr 2012 verwendete Datenschutzerklärung geklagt. Das Kammergericht bestätigte damit ein Urteil von 2013. Die Überprüfung des Urteils dauerte auch deshalb so lange, weil das Gericht die 2018 in Kraft getretene EU-Datenschutz-Grundverordnung zum Maßstab genommen hat.

Quelle: Golem, VZBV

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