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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update08.06.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Neue Karriereoptionen für Cyber-Streitkräfte +++ Facebook kehrt Huawei den Rücken +++ Google gegen Handelsbeschränkung +++ Quantencomputer könnten Codes eher als gedacht knacken +++ Frauenministerinnen stören sich an Suchmaschinen +++ Holidaycheck gegen Fake-Bewertungen +++ Amazons neueste Lieferdrohne

Von Piotr Heller

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(Deutschlandradio)
Der Wochenrückblick: Was in der IT-Welt passiert ist. (Deutschlandradio)

Die Cyber-Streitkräfte der Bundeswehr könnten neuartige Karriereoptionen erhalten

Insgesamt benötige die Cyber-Truppe eine höhere dreistellige Zahl hochspezialisierter IT-Fachleute. Das sagte der Inspekteur der Cyber-Streitkräfte der Bundeswehr, Ludwig Leinhos, der Nachrichtenagentur AFP. Qualifizierte Experten sollen in Zukunft nicht mehr nur auf dem klassischen Bundeswehr-Weg über die Positionen Kompaniechef und Bataillonskommandeur aufsteigen. Vielmehr sollen sie auch über eine fachlich geprägte Schiene zum Oberst befördert werden können. Ein entsprechendes Konzept kündigte Leinhos bis Jahresende an.

Quelle: afpd


Auch Facebook kehrt Huawei den Rücken

Der kalifornische Konzern hat verboten, dass seine Apps wie etwa Instagram oder WhatsApp auf Smartphones des chinesischen Telekommunikationsriesen vorinstalliert werden. Die Vereinigten Staaten hatten Huawei Mitte Mai auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen.

Quelle: Reuters, dpa


Google kämpft gegen die US-Handelsbeschränkung an

Wie die Financial Times schreibt, strebt Google eine Erlaubnis der US-Regierung an, weiter mit Huawei im Geschäft zu bleiben. Es gehe vor allem darum, Huawei Smartphones mit dem Hauseigenen Betriebssystem Android versorgen zu dürfen. Google argumentiere, dass ein Ende der Zusammenarbeit schlecht für die Sicherheit der Nutzer sei, heißt es in dem Bericht. Mitte Mai hatte Google angekündigt, dass Huawei künftig nur noch die Open-Source-Variante von Android nutzen könne und auf Google-Apps verzichten müsse.

Quelle: dpa


Quantencomputer könnten gängige Verschlüsselungen eher als gedacht knacken

Seit langem ist bekannt, dass Quantencomputer in der Lage wären, heutige Verschlüsselungsmethoden zu knacken. Allerdings ging man auch davon aus, dass dafür sehr aufwendige Maschinen nötig sein würden – und genau zu sein, solche mit Milliarden von Qubits. Ein Forscher von Google und einer von Schwedens Königlicher Technischer Hochschule haben nun aber vorgerechnet: Es bedarf lediglich 20 Millionen Qubits, um gängige Codes zu knacken. Damit könnten die heutigen Verschlüsselungen früher als gedacht unsicher werden, wie das Magazin Technology Review berichtet.

Quelle: Technology Review, Artikel der Forscher       


Frauenministerinnen stören sich an Suchmaschinen

Die Frauen- und Gleichstellungsministerinnen der Länder haben sich diese Woche zu einer Konferenz getroffen. Dabei forderten sie die Bundesregierung dazu auf, das Gender-Mainstreaming-Prinzip in den Strategien zur Digitalisierung und KI anzuwenden. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, stören sich die Ministerinnen unter anderem an den Autovervollständigungen von Suchmaschinen. Tippe man etwa bei Bing "Frauen können" ein, erscheine beispielsweise "nicht Autofahren" unter den ersten Vervollständigungen.

Quelle: dpa


Holidaycheck geht gegen Fake-Bewertungen im Netz vor

Bei Holidaycheck handelt es sich um ein deutsches Online-Portal für Bewertungen von Hotels. Vor dem Münchner Landgericht hat der Vorstand des Portals die Firma Fivestar Marketing aus dem zentralamerikanischen Belize verklagt. Sie soll Top-Bewertungen an mehrere Gastwirte verkauft haben. Die Anwältin der Firma konnte Ende der Woche auf Nachfrage der Kammer nicht nachweisen, dass die Bewerter tatsächlich in den Häusern übernachtet hatten. Ein Urteil könnte Mitte August fallen.

Quelle: dpa, BR, heise.de


Amazon hat seine neueste Lieferdrohne präsentiert

Fluggeräte dieser Art sollen in wenigen Monaten die ersten Produkte zu Kunden liefern. Es handelt sich um eine Drohne mit sechs Propellern. Sie kann wie ein Hubschrauber vertikal starten und sich dann wie ein Flugzeug horizontal fortbewegen. Wie das Portal Techcrunch berichtet, habe Amazon eigens Video-, Wärme- und Ultraschallsensoren für die Drohne entwickelt. Damit soll sie sich unabhängig von einer Datenverbindung orientieren können. Zunächst sollen die Drohnen kleine Haushaltswaren wie Zahnpasta oder Rasierer ausliefern, wie der Konzern auf einer Konferenz in Las Vegas ankündigte. Wo der Drohnen-Lieferdienst starten soll, sagte Amazon nicht.

Quelle: dpa, Tech Crunch

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