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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update07.12.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Superrechner in Norddeutschland +++ Neues zu Huawei aus den USA, dem Vereinigten Königreich und Deutschland +++ 75.000 US-Dollar für ein altes Videospiel +++ Britische Regierungsdokumente bei Reddit +++ Facebook droht Ungemach im Patentstreit mit Blackberry +++ Googles Umgang mit Mitarbeitern

Von Piotr Heller

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Forschung aktuell: Computer und Kommunikation - Die Meldungen (Deutschlandradio)
Computer und Kommunikation - Info-Update (Deutschlandradio)

In Norddeutschland rechnet jetzt eines der leistungsstärksten Systeme der Welt

Gestern haben Forscher am Berliner Zuse Institut den Hochleistungsrechner Lise in Betrieb genommen. Die Maschine soll im Verbund mit dem Rechner Emmy in Göttingen arbeiten. Das Gesamtsystem hat eine Spitzenleistung von 16 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunden und würde damit auf der Liste der schnellsten Supercomputer auf Platz 13 landen.

Die beiden Rechner sind nach der Physikerin Lise Meitner und der Mathematikerin Emmy Noether benannt. Sie sollen in Zukunft etwa mit Hilfe von Simulationen die Forschung an Arzneimitteln oder dem Wetter voranbringen.

Quelle: dpa | Mitteilung des BMBF


In Sachen Huawei macht Boris Johnson Andeutungen, die Deutsche Telekom drängelt und das Unternehmen selbst klagt

Der britische Premierminister Johnson hat sich zum 5G-Ausbau und dem chinesische Netzwerkausrüster Huawei geäußert. Er wolle weder die Sicherheitsinteressen seines Landes beeinträchtigen, noch die geheimdienstliche Zusammenarbeit im Rahmen der Five Eyes.

Ein Mitglied der Five Eyes, die USA, drängen die Briten laut dem "Guardian" dazu, Huawei vom heimischen Markt auszuschließen. In den USA selbst geht Huawei juristisch gegen eine Entscheidung der Kommunikationsbehörde FCC vor. Demnach dürfen ländliche Telekomanbieter keine Subventionen nutzen, um Huawei-Ausrüstung zu kaufen.

In Deutschland wiederum hat die Telekom angekündigt, keine Verträge für die Ausrüstung von 5G-Netzen abzuschließen, bis es Klarheit über die Nutzung von Huawai-Technik gibt. Nach aktuellem politischem Stand ist der Konzern nicht ausgeschlossen, stattdessen soll ein Katalog mit Sicherheitsanforderungen kommen, die die Anbieter von Netzwerktechnik erfüllen müssen.

Quelle: Guardian | dpa


In Texas wurden 75.000 Dollar für ein altes Videospiel gezahlt

Man könnte auch sagen: ein historisches Videospiel. Es handelt sich um ein Mega-Man-Modul für das Nintendo Entertainment System NES. Das Spiel ist originalverpackt, kommt aus dem Jahr 1987, und jemand hat es für umgerechnet 67.000 Euro ersteigert.

Laut dem Auktionshaus Heritage Auctions in Dallas handelt es sich somit um das teuerste, originalverpackte Videospiel, das je versteigert wurde.

Quelle: Guardian Heritage Auctions | dpa


Umstrittene britische Regierungsdokumente sind bei Reddit aufgetaucht

Es handelt sich um Dokumente, über die Jeremy Corbyn und Boris Johnson seit längerem diskutieren. Bereits Ende November hat der Labour-Chef Corbin die Papiere erwähnt. Sie sollen den Weg für eine Privatisierung des staatlichen Gesundheitssystems frei machen. Premierminister Johnson weist das zurück.

Gestern hat die Onlineplattform Reddit vermeldet, dass die Dokumente bereits vor über einem Monat auf ihren Seiten geleakt worden seien. Reddit schreibt, dass man 61 Accounts, die mit der Verbreitung der Dokumente in Verbindung stehen, gelöscht habe, und vermute, dass es sich bei der Sache um eine Kampagne aus Russland handele.

Quelle: Reddit | BBC


Facebook droht hierzulande neues Ungemach im Patentstreit mit Blackberry

Denn das Landgericht München hat entschieden: Einige Funktionen der Facebook-App, sowie von Whatsapp und Instagram, die auch zu Facebook gehören, verletzen Patente des Smartphonepioniers Blackberry.

Nach dem Urteil darf Facebook die Anwendungen in Deutschland faktisch nicht mehr anbieten, sagte eine Sprecherin des Gerichts. Allerdings wird das Urteil noch nicht vollstreckt. Denn dafür müsste Blackberry eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Dieses übliche Verfahren soll Schaden vom beklagen Unternehmen abwenden, falls es doch noch Recht bekommt.

Laut der Deutschen Presseagentur hat Blackberry sich noch nicht dazu geäußert. Facebook vermeldete, entsprechende Softwareupdates bereitzuhalten und die Gültigkeit der Patente anfechten zu wollen.    

Quelle: dpa


Die Kontroverse um Googles Umgang mit politisch aktiven Mitarbeitern weitet sich aus

Mitte der Woche soll eine Beschwerde gegen Google bei der amerikanischen Arbeitsrechtsbehörde NLRB eingegangen sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Beschwerdeführer wirft Google vor, einen oder mehrere Mitarbeiter gefeuert zu haben, weil sie gegen Arbeitsbedingungen protestiert haben. Google wollte sich laut Bloomberg nicht dazu äußern.

Außerdem werfen vier Softwareentwickler dem Unternehmen vor, sie aufgrund ihres Aktivismus gegen Googles Zusammenarbeit mit der US- Grenzschutzbehörde gefeuert zu haben. Zu dem Fall sagte Google, man habe sich von Mitarbeitern getrennt, die gegen Datenschutzregeln verstoßen hätten.

Quelle: Bloomberg


Die US-amerikanische Polizei rät zu zwei Netzwerken zuhause

Das FBI wies gestern darauf hin, wie unsicher private Router seien. Wer einmal das Passwort in die Hände bekommen habe, könne auch ins Smart Home eindringen, also zum Beispiel den intelligenten Kühlschrank steuern. Die Bundespolizei gibt zwei Tipps, die auch Sicherheitsfirmen schon häufig, aber nicht mit einer solchen Breitenwirkung gaben:

1) Das Standardpasswort des Routers ändern.

2) Für die IoT-Geräte wie Google Home, Alexa ober vernetzte Lampen ein eigenes Netzwerk einrichten.

Letzteres ist nicht trivial und hängt zudem vom Internetzugriff der betreffenden Geräte und Apps ab.

Sicherheitsexperten nennen das Basic Network Housekeeping, also netzwerktechnische Haushaltsführung für Anfänger.

Quelle: ZDNET | Forbes

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