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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update15.02.2020

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Die Mobilfunk-Messe MWC wurde abgesagt +++ Forscher entdecken Sicherheitslücken in einer Smartphone-App für US-Wahlen +++ Über zwei Milliarden Menschen nutzen WhatsApp +++ Der Bundesrat macht den Weg frei für das Gesetz gegen Cybergrooming +++ Europäische Datenschützer verhindern den Start von Facebooks Partnervermittlung +++ Die ARD schaltet die SD-Programme ab +++ Facebook sperrt zahlreiche gefälschte Konten +++

Von Michael Stang

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(Deutschlandradio)
Wochenrückblick aus der IT-Welt - das Info-Update bei „Computer und Kommunikation“ (Deutschlandradio)

Die Mobilfunk-Messe MWC wurde abgesagt

Die weltweit wichtigste Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona fällt in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Gefahr aus. Die Veranstalter teilten mit, dass die weltweite Sorge wegen des aktuellen Coronavirus-Ausbruchs, Bedenken bei Reisen und andere Umstände es unmöglich machten, an dem Ereignis festzuhalten. Zuvor hatten bereits viele große Aussteller ihre Teilnahme abgesagt. Die Veranstalter erwarteten zu der Messe, die vom 24. bis zum 27. Februar stattfinden sollte, mehr als 100.000 Besucher und mehr als 2.800 Aussteller.

Quelle: WMCBarcelona


Forscher entdecken Sicherheitslücken in einer Smartphone-App für US-Wahlen

Die von dem US-Unternehmen Voatz entwickelte Anwendung wurde erstmals bei den US-Zwischenwahlen 2018 in West Virginia eingesetzt, bislang konnten US-Bürger die App in fünf Bundesstaaten nutzen. Nutzer müssen sich registrieren und identifizieren, ihre Stimme soll dann in einer öffentlichen Blockchain eingetragen werden. Nun haben Sicherheitsforscher des MIT in Boston gleich mehrere Lücken in der App gefunden. Demnach lässt sich allein über die Länge des verschlüsselt übertragenen Namens des Kandidaten oder der Kandidatin herausfinden, für wen abgestimmt wurde. Zudem kann etwa über das WLAN eine Stimmabgabe verhindert werden.

Quelle: MIT | heise


Über zwei Milliarden Menschen nutzen WhatsApp

Der Chatdienst WhatsApp hat eigenen Angaben zufolge die Marke von zwei Milliarden Nutzern geknackt. Bei der Bekanntgabe diese Woche betonte der Konzern, dass die Inhalte standardmäßig mit Komplett-Verschlüsselung vor fremdem Zugriff geschützt sind. WhatsApp war 2014 von Facebook übernommen worden und gehört mittlerweile zu den wichtigsten Diensten des IT-Unternehmens. Über den Messenger-Dienst können Nutzer kostenlos Text- und Audiobotschaften verschicken, miteinander telefonieren und Videogespräche führen.

Quelle: FB PM


Der Bundesrat macht den Weg frei für das Gesetz gegen Cybergrooming

Das vom Bundestag im Januar beschlossene Gesetz gegen Cybergrooming stieß im Bundesrat am gestrigen Freitag nicht auf Einwände. Da die Länderkammer den Vermittlungsausschuss nicht anrufen will, kann das nicht zustimmungsbedürftige Gesetz am Tag nach seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten. Ermittler dürfen damit künftig computergenerierte Bilder verwenden, wenn sich sexueller Kindesmissbrauch nicht anders aufklären lässt oder nur "wesentlich erschwert" verfolgt werden könnte. Fahnder dürfen künftig Schriften, Bilder und Videoaufnahmen hochladen, "die kein tatsächliches Geschehen" wiedergeben und auch "nicht unter Verwendung einer Bildaufnahme eines Kindes oder Jugendlichen hergestellt worden" sind.

Quelle: Bundesrat | heise


Europäische Datenschützer verhindern den Start von Facebooks Partnervermittlung

Facebook hat den Start seiner Dating-Funktion in Europa auf unbestimmte Zeit verschoben. Die irische Datenschutzbehörde erklärte, es habe Bedenken gegeben, da das Netzwerk sie erst Anfang Februar 2020 über Pläne informiert habe, die Flirtplattform am 13. Februar nach Europa zu bringen. Deshalb habe die Behörde am vergangenen Montag eine "Inspektion" bei Facebook in Dublin durchgeführt und Unterlagen mitgenommen. Bei Facebooks Flirt-Funktion können Nutzer über 18 Jahre ein separates Dating-Profil anlegen. Facebook schlägt dann auf Grundlage seines Wissens über Interessen und Aktivitäten der Nutzer potentielle Partner vor. Facebook-Freunde sind, sofern sie nicht separat gekennzeichnet wurden, davon ausgenommen.

Quelle: Dataprotection.ie | Heise | Golem


Die ARD schaltet die SD-Programme ab

Die gemeinschaftlich betriebenen ARD-Programme Das Erste, tagesschau24, ONE und ARD-alpha werden ab Januar 2021 nicht mehr per Satellit in Standardauflösung (SD) ausstrahlen. Noch offen ist demnach, wann die SD-Abschaltung der weiteren Sender – darunter die Dritten Programme – erfolgen wird. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hatte die SD-Abschaltung für die Satellitenverbreitung von ARD und ZDF bereits für Mitte 2020 gefordert und die Mittel in Höhe von 13,7 Millionen Euro gestrichen. Auch Arte will diese Form der Ausstrahlung beenden.

Quelle: Golem | Heise


Facebook sperrt zahlreiche gefälschte Konten

Wie der IT-Konzern diese Woche mitteilte, hat er mehrere unabhängig voneinander agierende Netzwerke gelöscht, die Falschinformationen in den sozialen Netzwerken des Unternehmens verbreitet haben sollen. Dazu zählt für Facebook vor allem, dass sie sich als jemand anderes ausgegeben und ihre Absichten verschleiert haben, weniger der Wahrheitsgehalt einer Nachricht. Die betroffenen Netzwerke stammen demnach aus Russland, Iran, Vietnam und Myanmar.

Quelle: FB | Heise

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