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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update28.03.2020

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Trotz erhöhter Nutzung bleibt das Internet in Deutschland stabil +++ Sicherheitsbehörden warnen vor Hackerangriffen auf Kliniken +++ Der Bundesrat warnt vor einer Justizüberlastung wegen der Meldepflicht für Plattformbetreiber +++ Die Deutsche Telekom hat ihre Ausbauziele beim LTE-Netz noch nicht ganz erreicht +++ Microsoft will optionale Windows-Updates aussetzen +++ Zoom reicht heimlich Daten an Facebook weiter +++ Social Media-Dienste reduzieren die Bildqualität +++

Von Michael Stang

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(Deutschlandradio)
Wochenrückblick aus der IT-Welt - das Info-Update bei „Computer und Kommunikation“ (Deutschlandradio)

Trotz erhöhter Nutzung bleibt das Internet in Deutschland stabil

Während der Corona-Pandemie werden aufgrund von Schulschließungen und Heimarbeit das Internet und damit die Telekommunikationsnetze in Deutschland stärker als üblich genutzt. Allein in der vergangenen Woche habe sich die Nutzung von Videokonferenzen sowie von Online- und Cloud-Gaming-Plattformen verdoppelt, teilte der Betreiber des weltgrößten Internetknotens in Frankfurt am Main, DE-CIX, diese Woche mit. Zur Bewältigung eventueller Überlastungen im Telekommunikationsnetz hat die Bundesnetzagentur nun einen Leitfaden mit Lösungen und Maßnahmen für ein zulässiges Verkehrsmanagement veröffentlicht. Sollte es zu einer Überlastsituation kommen, können die Telekommunikationsunternehmen im Einklang mit der Netzneutralitätsverordnung angemessene Maßnahmen ergreifen, um die Überlastung zu mindern, hieß es.

Quelle: Bundesnetzagentur | AFP


Sicherheitsbehörden warnen vor Hackerangriffen auf Kliniken

Online-Kriminelle haben schon mehrfach die IT von Krankenhäusern  lahmgelegt, um Lösegeld zu erpressen. Während der Corona-Pandemie wären die Folgen noch gravierender. Zwar hätten die Entwickler der Ransomware DoppelPaymer versprochen, Krankenhäuser grundsätzlich zu verschonen. Doch in Frankreich und Tschechien gab es bereits Attacken auf Kliniken, auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde von Hackern angegriffen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) drängt systemrelevante Unternehmen, ihre IT-Schutzmaßnahmen zu verschärfen. Für Hersteller von Medizinprodukten, Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen bestehe "ein erhöhtes Bedrohungsrisiko". Auch die Netze des Robert Koch-Instituts sollen besser gegen Hacker-Angriffe abgesichert werden.

Quelle: Bleepingcomputer | SPIEGEL


Der Bundesrat warnt vor einer Justizüberlastung wegen der Meldepflicht für Plattformbetreiber

Die Länderkammer hat bei einer Sondersitzung am Freitag umfangreichen Korrekturbedarf am Gesetzentwurf der Bundesregierung "zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität" angemeldet. Vor allem die weitreichenden Auswirkungen der vorgesehenen Pflicht für Betreiber sozialer Netzwerke, IP-Adressen und Portnummer von Nutzern schon beim Verdacht auf strafrechtliche Vergehen proaktiv an das Bundeskriminalamt (BKA) weiterzuleiten, hat die Regierung demnach  nicht hinreichend bedacht. Das Gremium des Bundesrats rechnet damit, dass den Staatsanwaltschaften rund 250.000 Ermittlungsverfahren zugeleitet würden.

Quelle: Heise


Die Deutsche Telekom hat ihre Ausbauziele beim LTE-Netz noch nicht ganz erreicht

Die Deutsche Telekom hat eigenen Angaben zufolge die Vorgaben zum Ausbau des LTE-Netzes in 14 von 16 Bundesländern erfüllt. Bis zum Sommer soll dann auch der Ausbau in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz abgeschlossen sein. Die Lücken bei den Ausbauzielen von 2015 sind laut Telekom jedoch nicht die Schuld des Netzbetreibers. In beiden Bundesländern mit mehreren Außengrenzen könne der Konzern erst seit Herbst 2019 die Kapazität der Mobilfunkstandorte voll nutzen, hieß es. Die Bundesnetzagentur prüft derzeit weiter die Gründe für die Verzögerungen beim LTE-Ausbau und wird in Kürze über weitere Schritte entscheiden.

Quelle: Golem


Microsoft will optionale Windows-Updates aussetzen

Wegen der Corona-Pandemie wird der IT-Konzern ab Mai vorübergehend alle optionalen Windows-Updates auf unbestimmte Zeit aussetzen. Das teilte der IT-Konzern im Windows Message Center mit. Microsoft wird sich demnach künftig auf die Bereitstellung von sicherheitsrelevanten Updates konzentrieren. Das gilt für alle unterstützten Versionen von Windows-Client- und Server-Produkten. Als Grund für das Aussetzen der optionalen Windows-Updates gibt Microsoft die aktuelle Gesundheitssituation an. Offenbar fehlen Entwickler und Tester vor Ort, um Updates für die Auslieferung vorzubereiten.

Quelle: Microsoft | Heise | Golem


Zoom reicht heimlich Daten an Facebook weiter

Die Videokonferenz-Software leitet detaillierte Informationen an Facebook weiter, selbst wenn die Nutzer dort keinen Account besitzen. Wie das Onlinemagazin Motherboard berichtet, fließen Daten an etliche Trackingdienste, auch wenn der Videokonferenzdienst über die Webseite genutzt wird. Demnach beginnt mit dem ersten Öffnen der Zoom-App unter iOS die Datenübertragung an Facebook, unter anderem Angaben zum Modell, der Zeitzone und der Stadt, in der sich der Nutzer aktuell befindet, sowie den verwendeten Telekommunikationsanbieter. Zudem wird die gerätespezifische Werbe-ID an Facebook übertragen. In der Datenschutzerklärung Zooms findet sich demnach kein Hinweis darauf, dass Daten an Facebook weitergeleitet werden.

Quelle: Motherboard | Golem | heise


Social Media-Dienste reduzieren die Bildqualität

Um das während der Corona-Pandemie stark beanspruchte Internet zu entlasten, werden nun auch Facebook und Instagram die Bildqualität von Videos in Europa verringern. Zuvor hatten bereits der Film- und Serien-Anbieter Netflix und das Video-Portal YouTube ähnliche Maßnahmen angekündigt. Die US-Internetkonzerne reagieren damit auf eine entsprechende Bitte der EU-Kommission. Diese hatte die Reduzierung beim Datendurchsatz von den Streaming-Diensten und Social Media eingefordert, damit EU-weit das Arbeiten von zu Hause und der Zugang zu Bildungsangeboten fortbestehen.

Quelle: Agenturen

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