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StartseiteForschung aktuellMeldungen aus der Wissenschaft26.11.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltMeldungen aus der Wissenschaft

Die globalen Treibhausgasemissionen erreichen neue Rekordwerte +++ Biologen fühlen einem Blauwal den Puls +++ Bambusware ist nicht für heiße Getränke oder Speisen geeignet +++ Schlechte Träume können für Widerstandsfähigkeit sorgen +++ In Albanien gab es ein schweres Erdbeben +++

Von Michael Stang

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Neues aus der Wissenschaft - Die Wissenschaftsmeldungen aus "Forschung aktuell" (Deutschlandradio)
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Die globalen Treibhausgasemissionen erreichen neue Rekordwerte

Das geht aus gleich drei Studien hervor, die gestern beziehungsweise heute vorgestellt wurden. Nach Angaben der World Meteorological Organization (WMO) haben die Treibhausgase Kohlendioxid und Methan neue Rekordwerte in der Atmosphäre erreicht. Demnach lag der Jahresdurchschnitt 2018 von CO2 bei 407,7 ppm. Daten des Emissions Gap Reports 2019 der Vereinten Nationen zufolge stiegen die Treibhausgasemissionen im ablaufenden Jahrzehnt jährlich um 1,5 Prozent. Vergangenes Jahr sei ein Rekordhoch von mehr als 55 Gigatonnen CO2-Äquivalent erreicht worden. Spürbar seien die Auswirkungen auch in Deutschland. Dem zweiten Monitoring-Bericht der Bundesregierung zufolge hat sich die mittlere Lufttemperatur hierzulande von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad erhöht.Allein in den vergangenen fünf Jahren stieg diese um 0,3 Grad an.

Quelle: UN | WMO | BMU | Agenturen


Biologen fühlen einem Blauwal den Puls

Erstmals ist es einem kalifornischen Forschungsteam gelungen, den Herzschlag eines Blauwals in natürlicher Umgebung zu untersuchen. Wie Meeresbiologen der Standford University im Fachblatt PNAS schreiben, schlägt das Herz des größten Tieres der Erde fast nie normal, sondern wechselt ständig zwischen zwei Extremen: Während das Blauwahlherz bei Tauchgängen mit nur zwei bis acht Schlägen pro Minute ungewöhnlich langsam schlägt, rast es hingegen an der Wasseroberfläche förmlich mit bis zu 37 Schlägen pro Minute. Damit arbeitet das Herz des Blauwals nahezu ständig am Limit des biologisch Möglichen, heißt es nach der Analyse der 8,5 Stunden langen EKG-Aufzeichnung. Bei den untersuchten Tauchgängen in der Bucht von Monterey erreichte das Tier Tiefen von bis zu 184 Metern und blieb dabei bis zu 16,5 Minuten lang unter Wasser.

Quelle: PNAS


Bambusware ist nicht für heiße Getränke oder Speisen geeignet

Zumindest warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor Mehrweggeschirr aus Melamin-Formaldehyd-Harz (MFH), das häufig Bambusfasern als Füllstoff enthält und daher als "Bambusware" beworben wird. Aus gesundheitlicher Sicht sind diese Produkte nicht in jedem Fall für die Verwendung als Geschirr geeignet. Das habe die toxikologische Bewertung von Daten der Landesüberwachungsbehörden sowie eigener Daten durch das BfR ergeben. Grund ist, dass bei höheren Temperaturen gesundheitlich bedenkliche Mengen an Melamin und Formaldehyd aus dem Geschirr in Lebensmittel übergehen können. Demnach waren die gesundheitlichen Richtwerte im Einzelfall bis zu 120-fach überschritten.

Quelle: BfR


Schlechte Träume können für Widerstandsfähigkeit sorgen

Wer schlecht träumt, könnte im Alltag von diesen nächtlichen Erfahrungen profitieren. Das vermutet ein Forschungsteam der Universität Genf im Fachblatt Human Brain Mapping. Die Forschenden hatten untersucht, ob und wie sich bestimmten Träume auf den Wachzustand auswirken. Demnach reagieren Menschen, die in ihren Träumen häufig Angst hatten, im Wachzustand weniger stark auf angstauslösende Bilder. Daher sei es denkbar, dass Menschen im Traum diese negativen Erfahrungen üben und später bei realen Gefahren besser reagieren können.

Quelle: Universität Genf


In Albanien gab es ein schweres Erdbeben

Heute Morgen starben bei einem Erdbeben der Stärke 6,4 in Albanien mindestens 14 Menschen. Rund 600 Personen wurden dem Gesundheitsministerium zufolge verletzt. Das Epizentrum des Bebens befand sich etwa 30 Kilometer nordwestlich von Tirana, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Das Beben war auch im Süden des Balkans zu spüren. Es folgten mehrere Nachbeben mit Stärken zwischen 5,1 und 5,4.

Quelle: USGS | Agenturen 

    

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