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"Erklärung der Vielen"Kulturschaffende wehren sich gegen Druck von Rechts

09.11.2018, Berlin: Shermin Langhoff (l-r), Intendantin Maxim-Gorki Theater, Kai Uwe Peter, Vorstand Stiftung Brandenburger Tor, Lilian Engelmann, Geschäftsführerin neue Gesellschaft für bildende Kunst, Kathrin Röggla, Vizepräsidentin Akademie der Künste, Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Vorstand Deutscher Bühnenverein, Annemie Vanackere, Intendantin HAU Hebbel am Ufer, Holger Bergmann, Vorstand Die Vielen, Berndt Schmidt, Intendant Friedrichstadt-Palast, und Olaf Zimmermann, Geschäftsführer Deutscher Kulturrat, stehen nach der Pressekonferenz zur ?Berliner Erklärung der Vielen" für ein Foto zusammen. In Berlin haben sich mehr als 90 Kulturinstitutionen der Kampagne des Vereins Die Vielen e.V. zusammengeschlossen. Foto: Christoph Soeder/dpa | Verwendung weltweit (dpa)
Shermin Langhoff (l-r), Intendantin Maxim-Gorki Theater, Kai Uwe Peter, Vorstand Stiftung Brandenburger Tor, Lilian Engelmann, Geschäftsführerin neue Gesellschaft für bildende Kunst, Kathrin Röggla, Vizepräsidentin Akademie der Künste, Marc Grandmontagne, (dpa)

Führende deutsche Kulturinstitutionen machen sich für die Kunstfreiheit und gegen einen Druck durch Rechtspopulisten stark.

Rund 300 Einrichtungen aus ganz Deutschland, darunter namhafte Theater, Museen und Festivals unterzeichneten eine "Erklärung der Vielen". Sie wurde von der Initiative "Die Vielen" gestartet, der sich allein in Berlin 140 Kultureinrichtungen angeschlossen haben. Hintergrund ist nach Angaben der Initiatoren, dass sich immer mehr Kunstschaffende und Institutionen bei ihrer Arbeit Drohungen von Rechten und Rechtspopulisten ausgesetzt fühlen.

Es sei nötig, die Freiheit der Kunst zu verteidigen gegen die Stimmen des Ausschlusses und der Hetze, sagte die Vizepräsidentin der Berliner Akademie der Künste, Röggla. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Zimmermann, erklärte, man müsse Solidarität zeigen, wenn Kunst, Kultur und Künstler sich bedrängt fühlen.

Zitat aus der Erklärung:

"Wir, die Unterzeichnenden, bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda. Wir, die Unterzeichnenden, wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihreZwecke zu instrumentalisieren. Wir, die Unterzeichnenden, verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch rechte Ideologien immer weiter an denRand der Gesellschaft gedrängt werden."