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Erzbistum KölnPfarrer begeht nach Misshandlungsvorwürfen Suizid

Ein goldenes Kreuz auf dem Kölner Dom leuchtet am 12.10.2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen) in der Sonne.  (dpa / picture alliance / Caroline Seidel)
Symbolbild zum Erzbistum Köln: Ein goldenes Kreuz auf dem Kölner Dom (dpa / picture alliance / Caroline Seidel)

Im Erzbistum Köln hat ein Pfarrer, dem die sexuelle Misshandlung eines Jungen vorgeworfen wurde, am vergangenen Wochenende Suizid begangen.

Wie die Erzdiözese weiter mitteilte, war der Geistliche wenige Tage zuvor von seinen priesterlichen Aufgaben als Aushilfsseelsorger entbunden worden. Der Kontakt zu Kindern wurde dem Mann untersagt. Der Pfarrer wurde den Angaben zufolge verdächtigt, in den 90er-Jahren einen minderjährigen Jungen missbraucht zu haben. Das mutmaßliche Opfer wandte sich Ende Dezember an das Kölner Erzbistum, das eine kirchenrechtliche Voruntersuchung einleitete. Anfang Februar wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft Bonn weitergeleitet.

Das Erzbistum mit Kardinal Woelki an der Spitze steht derzeit wegen des Umgangs mit sexualisierter Gewalt von Priestern massiv in der Kritik. Das Zentralkomitee der Katholiken sprach heute von einer Vertrauenskrise, die der gesamten Kirche in Deutschland schade.

Anmerkung der Redaktion:

Wir berichten nur in Ausnahmefällen über das Thema Suizid, um keinen Anreiz für Nachahmung zu geben. Wenn Sie selbst depressiv sind, wenn sie Suizid-Gedanken haben, dann kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge im Internet oder über die kostenlose Hotlines 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 oder 116 123.

Diese Nachricht wurde am 22.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.