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ESCPunkte für Österreich, Pfiffe für Russland

Conchita Wurst beim ESC. (dpa/Jörg Carstensen)
ESC-Sieg für Conchita Wurst. (dpa/Jörg Carstensen)

Conchita Wurst hat den Eurovision Song Contest gewonnen. Der österreichische Travestie-Star konnte sich klar gegen die Niederlande und Schweden durchsetzen. Russland wurde bei der Punktevergabe für die Tolmatschow-Zwillinge vom Publikum ausgebuht.

Contest-Sieg für Conchita Wurst: Mit einer Popballade hat die Kunstfigur des Travestie-Künstlers Tom Neuwirth für Österreich beim Eurovision Song Contest triumphiert. Ihr Lied "Rise Like A Phoenix" (Wie Phönix aus der Asche auferstehen) erinnert an einen James-Bond-Song. Es ist der zweite Sieg der Alpenrepublik, 1966 gewann Udo Jürgens mit "Merci Chérie".

Conchita Wurst war im Vorfeld Ziel homophober Äußerungen. Nach dem Erfolg zeigte sich die im Abendkleid und mit Bart auftretende 25-Jährige vom Erfolg überwältigt. Diese Nacht widme sie allen, die an Frieden und Freiheit glauben.

Österreich lag am Ende mit 290 Punkten vor den Niederlanden (238) und Schweden (218). Der in Italien liegende Kleinstaat San Marino landete auf Platz 24 mit dem vom Deutschen Ralph Siegel komponierten Lied "Maybe (Forse)".

Deutscher Beitrag auf Platz 18

Die für Deutschland angetretene Frauen-Band Elaiza wurde trotz eines fehlerlosen Auftritts 18. - und nahm die Platzierung gelassen: Der ESC sei "ein Erlebnis" gewesen, sie hätten "so eine lustige Zeit" gehabt, sagte Sängerin Ela in der ARD. Diese Erfahrung, auf dieser Bühne in Kopenhagen zu stehen, könne ihnen keiner nehmen. Die Newcomerband hatte im März den deutschen Vorentscheid für sich entschieden. 26 Lieder konkurrierten beim Finale um den Sieg.

Vergangenes Jahr war Deutschland mit dem Disco-Lied "Glorious" von Cascada auf Rang 21 gelandet. Die Bundesrepublik hat den Wettbewerb bislang zweimal gewonnen, 1982 mit Nicole ("Ein bisschen Frieden") und 2010 mit Lena ("Satellite").

Pfiffe für Russland, Applaus für Ukraine

Für negative Zwischentöne sorgte der Ukraine-Konflikt, der den ESC erreichte. Die russischen Tolmatschow-Zwillinge wurden bei der Punktevergabe immer ausgepfiffen, wenn Russland eine hohe Punktzahl holte. Besonderen Applaus gab es dagegen für die ukrainische Vertreterin Maria Jaremtschuk, die mit der Tanznummer "Tick-Tock" antrat.

(bor/bö)

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