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EU-AsylpolitikBelgien will bis zu 150 Schutzsuchende aus Lesbos aufnehmen

Eine Frau mit ihren Kindern sitzt am Rande einer Straße in der Nähe des ausgebrannten Flüchtlingslagers Moria. (Socrates Baltagiannis/dpa)
Seit dem Brand im Flüchtlingslager Moria harren Tausende ehemalige Bewohner ohne Obdach, Wasser und Nahrung aus. (Socrates Baltagiannis/dpa)

Belgien hat die Aufnahme von 100 bis 150 weiteren besonders schutzbedürftigen Menschen aus dem zerstörten griechischen Lager Moria auf Lesbos zugesagt.

Gesundheitsministerin De Block teilte mit, es handele sich um Familien mit Kindern, Mütter sowie alleinstehende Frauen. Zuvor hatte sich die belgische Regierung bereit erklärt, zwölf unbegleitete Minderjährige aufzunehmen. 18 weitere junge Leute seien bereits im Sommer in Belgien angekommen, hieß es weiter.

Laut griechischer Regierung sind die Asylanträge von vielen der rund 12.000 Bewohner des abgebrannten Lagers Moria noch nicht abschließend bearbeitet. Athen hatte angekündigt, die Menschen weiter vor Ort zu versorgen und nicht aufs Festland zu bringen. Viele weigern sich jedoch, in neu errichtete Lager zu gehen.

Diese Nachricht wurde am 18.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.