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EU-GipfelEuropäische Union will Verteidigung stärker in die eigene Hand nehmen

Brüssel: Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär, spricht zu Journalisten vor einer EU-Gipfel-Videokonferenz zu Sicherheits- und Verteidigungsfragen im Gebäude des Europäischen Rates.  (Pool Reuters/AP/Johanna Geron)
EU-Sondergipfel (Pool Reuters/AP/Johanna Geron)

Die Europäische Union will ihre Verteidigung künftig stärker selbst in die Hand nehmen, ohne sich als Konkurrenz zur Nato aufzustellen.

Die EU müsse mehr Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen und ihre Möglichkeiten ausbauen, autonom zu handeln, erklärten die EU-Staats- und Regierungschefs nach Gipfel-Beratungen zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Gleichzeitig wolle man aber weiterhin eng mit der Nato kooperieren.

Zuvor hatte Nato-Generalsekretär Stoltenberg für eine noch stärkere Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsbündnis geworben. Mehr als 90 Prozent der Menschen in der Europäischen Union lebten in einem Nato-Land. Dies zeige, dass man eine sehr große gemeinsame Bevölkerung habe und mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sei. Als wichtige Punkte einer verstärkten Zusammenarbeit nannte Stoltenberg den Schutz kritischer Infrastrukturen, Cyberangriffe und die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels. Zudem gehe es weiterhin um die Stabilisierung des Westbalkans und den Umgang mit Migranten in der Ägäis.

Diese Nachricht wurde am 26.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.