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EU-Gipfel in BrüsselVorabtreffen der "Gruppe der Willigen" - Gespräche über Flüchtlingskrise

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann spricht beim Bundesparteitag der SPD in Berlin. (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
Droht den Kontingent-Gegnern: Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann. (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)

Noch vor Beginn des EU-Gipfels am Nachmittag beraten bereits mehrere Staaten seaparat in Brüssel über die Flüchtlingskrise.

Am Vormittag kamen die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Österreich, Schweden, Belgien, Finnland, Griechenland, Luxemburg und der Niederlande zusammen. Erwartet wurde auch der türkische Ministerpräsident Davutoglu.
Nach Presseinformationen lässt sein Land immer weniger Migranten nach Europa durch. Erst kürzlich hatte Brüssel mit Ankara einen Aktionsplan beschlossen. Dieser sieht vor, dass die Türkei ihre Grenzen stärker sichert. Im Gegenzug erhält sie Geld zur Versorgung der Flüchtlinge im eigenen Land.

Österreichs Bundeskanzler Feymann erhöhte im Vorfeld des Gipfels den Druck auf Gegner einer Flüchtlings-Umverteilung. Der Zeitung "Die Welt" sagte er, in den Beratungen über den mehrjährigen Finanzrahmen im kommenden Jahr werde man sich ganz genau anschauen, welche EU-Länder sich hier besonders unsolidarisch verhielten. Unter anderem weigern sich einige osteuropäische Staaten, ein bestimmtes Kontingent an Asylsuchenden aufzunehmen.