Die Nachrichten
Die Nachrichten

EU-HilfenEU-Minister beraten über Agrarreform

Europaflaggen vor der Europäischen Kommission in Brüssel (dpa / Daniel Kalker)
Belgien: Europäische Kommission, Brüssel (dpa / Daniel Kalker)

Die EU-Landwirtschaftsminister verhandeln heute in Luxemburg über die Ausrichtung der künftigen gemeinsamen Agrarpolitik.

Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sollen die Staaten unter anderem mehr Freiheiten bekommen, wie sie eine Reihe vorgegebener Ziele erreichen wollen - etwa die Erhaltung der Natur, Klimaschutz und die Sicherung der Lebensmittelqualität. Dazu sollen sie jeweils nationale Pläne erstellen, die von der EU-Kommission genehmigt werden müssten.

Auch ist vorgesehen, die Gelder für die Agrarförderung zu reduzieren. Sie ist mit einem Anteil von rund 40 Prozent der größte Posten im EU-Haushalt. Pro Jahr fließen etwa 58 Milliarden Euro an Landwirtschaftsbetriebe, ein Großteil davon direkt. Die Kürzungspläne stoßen bei den Landwirten auf scharfe Kritik.

Außerdem verhandeln Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner und ihre EU-Kollegen über die Ostsee-Fangquote im kommenden Jahr. Angesichts des kritischen Zustands etlicher Bestände könnten Beschränkungen auf Fischer zukommen, vor allem bei Dorsch und Hering.

Diese Nachricht wurde am 19.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.