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EU-MenschenrechtspreisSacharow-Preis für Jesidinnen

Die Jesidin Nadia Murad spricht am 12.09.2016 im Staatsministerium in Stuttgart. (dpa / picture-alliance / Bernd Weißbrod)
Die Jesidin Nadia Murad, sie erhält den Sacharow-Preis gemeinsam mit Lamija Adschi Baschar (dpa / picture-alliance / Bernd Weißbrod)

Der Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit geht in diesem Jahr an Nadia Murad und Lamija Adschi Baschar. Die beiden irakische Jesidinnen waren von vom IS verfolgt und versklavt worden, ehe ihnen die Flucht gelang.

Das teilte der Fraktionsführer der Liberalen, Guy Verhofstadt, im Kurnachrichtendienst Twitter mit - noch vor der offiziellen Bekanntgabe. Die "mutigen jesidischen Frauen, die aus der Gefangenschaft des Daesh geflohen sind (...) gewinnen den Sacharow-Preis", schrieb Verhofstadt. Daesh ist eine andere Bezeichnung für Terror-Organisation IS.

Murad, die als UNO-Sonderbotschafterin auf das Schicksal der religiösen Minderheit der Jesiden aufmerksam macht, war im August 2014 von IS-Kämpfern verschleppt und wiederholt vergewaltigt worden, bis ihr drei Monate später die Flucht nach Deutschland gelang.

Preis mit 50.000 Euro dotiert

Neben ihnen war der türkische Journalist Can Dündar und der Vertreter der Krimtataren, Mustafa Dschemilew in der Endrunde.

Der nach dem verstorbenen russischen Dissidenten und Physiker Andrej Sacharow benannte und mit 50.000 Euro dotierte Preis wird vom Europaparlament seit 1988 an Persönlichkeiten oder Organisationen verliehen, die sich für Menschenrechte und Demokratie einsetzen. Im vergangenen Jahr hatte der zu Haft und Peitschenhieben verurteilte saudi-arabische Blogger Raif Badawi die Auszeichnung erhalten.

(nch/tgs)

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