
Dabei handelt es sich um den sogenannten Krisenmechanismus zur Eindämmung der irregulären Migration nach Europa. Die Krisenverordnung sieht deutlich verschärfte Maßnahmen vor, wenn eine Überlastung der Asylsysteme droht. So sollen etwa besonders betroffene Staaten vorübergehend mehr Menschen in die sogenannten Grenzverfahren schicken können. Deutschland hatte die Verordnung wegen humanitärer Bedenken zeitweise blockiert. Streit gab es außerdem mit Italien über die Rolle privater Seenotrettungs-Organisationen im Mittelmeer.
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen begrüßte die Einigung. Sie betonte, diese ermögliche es, die Verhandlungen mit dem Europaparlament voranzutreiben. Bundeskanzler Scholz schrieb auf dem Nachrichtenportal X, die Reform werde die irreguläre Migration in Europa wirksam begrenzen und Staaten wie Deutschland dauerhaft entlasten. Die Linken-Vorsitzende Wissler warf der Bundesregierung dagegen vor, bei den Gesprächen zur EU-Asylreform eingeknickt zu sein. Die nun erzielte Einigung auf den Krisenmechanismus bedeute, dass Schutzsuchende in Lagern inhaftiert werden könnten.
Diese Nachricht wurde am 04.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
