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EU-VerteidigungGeneralinspekteur der Bundeswehr Zorn: Mehr Integration statt Europa-Armee

Eberhard Zorn (dpa)
Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn. Archivbild (dpa)

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Zorn, sieht die Vorschläge für eine eigenständige europäische Armee skeptisch.

Dies sei eine Vision, deren Umsetzung Jahrzehnte dauern könnte, sagte er im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. Voraussetzung für eine Europa-Armee wäre, dass die Staaten in erheblichem Umfang ihre Souveränitätsrechte abgäben. Zorn plädierte stattdessen dafür, die militärische Zusammenarbeit der EU-Mitgliedsstaaten auf Basis der bestehenden Verträge fortzuführen. Das Miteinander funktioniere gut und sei heute schon Realität, so der Generalinspekteur der Bundeswehr.

Im Zusammenhang mit der Verpflichtung externer Berater bei der Bundeswehr sagte Zorn, es sei notwenig, externen Sachverstand zu nutzen. Vor allem bei der digitalen Vernetzung sei es durch die Berater gelungen, vom Ministerium bis zur Bataillons-Ebene das gleiche Lagebild auf dem Bildschirm zu haben. Dies sei vorher nie zufriedenstellend gewesen.