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Europäische Interventionsinitiative13 europäische Staaten lehnen Einsatz russischer Söldner in Mali ab

Der neue starke Mann in Mali, Oberst Assimi Goita, spricht in Mikrophone. (MALIK KONATE / AFP)
Chef der Militärjunta in Mali: Oberst Assimi Goita. (MALIK KONATE / AFP)

Die Verteidigungsminister von 13 europäischen Staaten haben einen möglichen Einsatz der russischen Söldnertruppe "Wagner" im westafrikanischen Mali als inakzeptabel zurückgewiesen.

Der schwedische Ressortchef Hultqvist sagte bei einem Treffen der sogenannten "Europäischen Interventionsinitiative" in Stockholm, man werde einen solchen Einsatz nicht hinnehmen. Er kündigte Gespräche mehrerer Staaten mit der Regierung in Mali an. Zu den Ländern der Initiative zählen unter anderen Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Deutschland.

Die in Mali regierende Militärjunta strebt nach Angaben aus französischen Kreisen eine Zusammenarbeit mit der russischen Söldnertruppe bei der Ausbildung der malischen Streitkräfte an. Frankreich und Deutschland haben deshalb bereits ihre Einsätze in Mali im Rahmen von UNO- und EU-Missionen in Frage gestellt. Der Gruppe Wagner werden die Folterung und Ermordung von Zivilisten vorgeworfen. Sie soll enge Beziehungen zur russischen Regierung haben. Moskau bestreitet dies.

Diese Nachricht wurde am 25.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.