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StartseiteGesichter EuropasKaufen, bauen, ausgrenzen01.02.2020

Europas ImmobilienmärkteKaufen, bauen, ausgrenzen

Überall in Europa verbinden sich derzeit mit Wohnen auch hohe Kosten und teils Existenznöte. Der Zugang zu Immobilien wird vielerorts zum Politikum - ob es um Investoren in Lissabons Altstadt geht oder um finnische Ferienhäuser in russischer Hand.

Fünf Reportagen aus fünf Ländern

(Jan Bolender)
Immobilien sind ein Politikum (Jan Bolender)
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Wohnen ist für jeden Menschen existenziell. Allerdings gestaltet sich Wohnen für viele Europäerinnen und Europäer auch als Existenzproblem: Mietpreise steigen an, einigen bleibt keine andere Wahl, als langfristig aus ihrem bisherigen Lebensumfeld fortzuziehen. Neue, erschwingliche Wohnimmobilien sind zudem rar oder erst gar nicht verfügbar. Es handelt sich um ein alltägliches Problem - in ganz Europa.

Dahinter stecken nicht nur Investoren, die Wohnraum kaufen und teuer vermieten. Die Wohnungsmärkte in den einzelnen europäischen Ländern werden durch gemeinsame politische Beziehungen geprägt. Bei länderübergreifenden Geschichten stellt sich oftmals in einem vermeintlich grenzenlosen Europa die Frage: Wer darf tatsächlich wo leben? Zu welchen Bedingungen? Und wer profitiert davon?

Die Gesichter Europas gehen auf die Suche nach Antworten.

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