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EuropawahlTitel-Affäre um AfD-Politiker könnte zu Anfechtung führen

Beck steht mit ernstem Blick hinter zwei Mikrofonen. Er trägt eine Brille. Der Hintergrund ist schwarz. (Sebastian Willnow / ZB / dpa)
Gunnar Beck (Archivfoto). (Sebastian Willnow / ZB / dpa)

Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Professoren-Titels des AfD-Kandidaten Beck könnten nach Ansicht des Bundeswahlleiters zu einer nachträglichen Anfechtung der Europawahl führen.

Eine Behördensprecherin sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, jeder Stimmberechtigte könne innerhalb von zwei Monaten nach der Wahl eine Beschwerde beim Bundestag einreichen. Dann müsse gegebenenfalls die Gültigkeit der Abstimmung überprüft werden. Sollte Beck den Titel zu Unrecht führen, seien auch straf- und verwaltungsrechtliche Konsequenzen möglich.

Der Afd-Politiker wird auf dem Wahlzettel mit dem Titel "Professor Doktor" aufgeführt, hat aber an der Universität London den Titel "Reader in Law". Daraus lässt sich in Deutschland nach Auffassung der nordrhein-westfälischen Landesregierung kein Professorentitel ableiten. Beck selbst weist den Vorwurf des Titel-Missbrauchs zurück. Auf der AfD-Homepage wurde der Professoren-Titel inzwischen allerdings getilgt.